Kindertheater „Oh Tannenbaum“ der Kulturinitiative
Das Chaos findet ein gutes Ende

GReven -

Solch ein zu Herzen gehendes Kindertheater wie bei „Oh Tannenbaum“ mit Martin Sbosny-Wollmann vom Sternschnuppen-Theater sieht man nicht alle Tage. Das müssen sich vielleicht auch die vielen kleinen und großen Theaterliebhaber gedacht haben, denn am Sonntagnachmittag gab es bei solch großem Andrang keinen freien Platz mehr in der restlos ausverkauften Kulturschmiede.

Dienstag, 04.12.2018, 11:47 Uhr aktualisiert: 05.12.2018, 16:38 Uhr
Mit seiner natürlichen und authentischen Art bezog Martin Sbosny-Wollmann alle Besucher in den Handlungsablauf ein.
Mit seiner natürlichen und authentischen Art bezog Martin Sbosny-Wollmann alle Besucher in den Handlungsablauf ein. Foto: axe

Wiederum hat die Kulturinitiative ihr Gespür für hochwertige und gleichzeitig inspirierende Theaterinszenierungen bewiesen, den Besuchern ein Theatererlebnis der ganz besonderen Art präsentiert.

Zwar war „Oh Tannenbaum“ besonders den Kindern ab drei Jahren gewidmet, aber an diesem Nachmittag kamen alle Altersgruppen auf ihre Kosten. Das lag wohl auch an der natürlichen und authentischen Art, mit der Martin Sbosny-Wollmann alle Besucher in den Handlungsablauf einbezog, immer wieder die Kinder ansprach und auch für die Eltern und Großeltern einen „flotten“ Spruch parat hatte.

Die Figuren wurden von ihm mit Akribie und Leidenschaft zum Leben erweckt, fühlte man sich sofort mitten drin in der Geschichte vom wunderschönen Tannenbaum. Der war ja als ganz kleiner Sporen schon nach Greven mit Hilfe des Windes gekommen, hatte im Garten der Familie Ruschinzki ein Zuhause gefunden, in dem er zu voller Schönheit wachsen konnte. In seinen Zweigen fanden dann sowohl das Spatzenpärchen Maria und Josef einen heimeligen Platz, sogar die in Münster studierende leicht chaotische Jungfledermaus Stella hatte in der Spitze des Baumes eine Studentenbude bezogen.

Während zwischen den Wurzeln die zwei chaotischen Mäuse Jil und Jo sich genüsslich einrichteten, zwischendurch mit ihren Witzen für köstliche Unterhaltung sorgten, durfte auch der in Rente gegangene Herr Weber als stimmgewaltiger Spinnensänger seine zweifelhaften Qualitäten einbringen. Für Furore sorgte dann die kleine Hexe Luzie, die mit dem Papa Rudolph und Mama Lene auch in den Garten gezogen waren. Als dann die Familie Ruschinzki zu Weihnachten den Tannenbaum fällen wollte, um ihn in der Stube als Weihnachtsbaum aufzustellen, erlebte man unter Führung der kleinen Hexe Luzie den ideenreichen Kampf aller Baumbewohner im Zeichen der Rettung des Baumes. Mit Furore und Unterstützung durch das Publikum fand natürlich alles ein glückliches Ende, war Weihnachten und der Tannenbaum durch die tatkräftige Hilfe aller gerettet.

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