Weihnachtsmarkt im Gertrudenstift
„Wie eine große Familie“

Greven -

Weihnachten steckt bekanntlich voller Traditionen: das Essen, der Gang in die Kirche, sogar manche Geschenke. Und genau so ist auch der Weihnachtsmarkt im Gertrudenstift Tradition. Zum siebten Mal fand der statt und genau wie Heiligabend selbst, ist der Weihnachtsmarkt etwas, auf das sich die Menschen freuen.

Dienstag, 04.12.2018, 09:47 Uhr aktualisiert: 05.12.2018, 16:39 Uhr
Hier hatten viele die „Qual der Wahl“. Kreatives wechselte die Besitzer, alles selbst gebastelt, nichts kommerziell.
Hier hatten viele die „Qual der Wahl“. Kreatives wechselte die Besitzer, alles selbst gebastelt, nichts kommerziell. Foto: pin

Die erste Idee für einen Weihnachtsmarkt hatte das Gertrudenstift-Team vor sieben Jahren. Da habe es in Greven noch keinen Weihnachtsmarkt gegeben, und weil das doch so eine schöne Sache sei, organisierte man einfach selbst einen. In gemütlicher Atmosphäre kamen Bewohner, Mitarbeiter, Freiwillige und viele Angehörige zusammen.

Zu Beginn sangen Kinder aus dem Martinus-Kindergarten mit einigen Bewohnern vom Gertrudenstift. „Das war wirklich schön“, sagte eine Bewohnerin glücklich. Mitarbeiterin Maike Gözze genoss den Gesang ebenfalls: „Alle waren nervös, Kinder wie Bewohner.“

Danach ging das muntere Treiben richtig los und viele Schätze wechselten den Besitzer. Es gab Punsch, Marmelade, Gestricktes und Keramik- und Holzarbeiten. Alles selbst gebastelt, nichts kommerziell. „Manche Betreiber freuen sich das ganze Jahr auf diesen Markt, und wir haben das hier schon lange vorbereitet“, so Gözze.

„Das wichtigste ist, dass wir eine gemeinsame Aktion haben, für Bewohner und Angehörige“, meint Werner David, der den Markt mit organisiert. Und das ist gelungen.

Dabei wurden auch viele Dinge verkauft, die die Bewohner selbst gebastelt hatten: Sterne, Tannenbäume oder Karten. Alles liebevoll gebastelt und stolz präsentiert. Auch Gruppen, die mit dem Gertrudenstift in Verbindung stehen, hatten Stände. Der Hospizdienst der Caritas etwa bot Holzarbeiten an und die Bewohnervertretung sorgte gemeinsam mit der Küche für das leibliche Wohl. Über das nächste Jahr braucht man sich keine Sorgen zu machen: Die Aussteller wollen alle wiederkommen.

Besonders das Glücksrad fand großen Anklang. Wenn der Zeiger auf das richtige Feld zeigte, war die Freude, vom Alter unabhängig, groß. Preise wurden von Grevener Kaufleuten gesponsert, und die Gewinne gingen an den Gertrudenstift.

Organisator Werner David ist vor allem für die Hilfe dankbar. „Mittlerweile ist es eigentlich mehr eine große Familie geworden“, meint David.

Auch der Abschluss war noch einmal musikalisch. Der Posaunenchor aus Reckenfeld spielte ein paar Adventslieder, und so wurde die Vorfreude auf Weihnachten, wenn möglich, noch ein bisschen größer.

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