Aus dem Jugendhilfeausschuss
1744-Kita-Plätze reichen noch nicht aus

Greven -

Angesichts des wachsenden Betreuungsbedarfs für Kinder baut die Stadt Greven ihr Angebot weiter aus. Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses setzten mit zwei Entscheidungen das Signal, mit dieser Entwicklung Schritt halten zu wollen.

Dienstag, 04.12.2018, 12:47 Uhr aktualisiert: 04.12.2018, 12:50 Uhr

Am Donnerstag gaben sie zum einen grünes Licht für die Erweiterung der Kita St. Josef um zwei weitere Gruppen, zum anderen sprachen sie sich einvernehmlich für die Erhöhung der Kapazitäten in der Ferienkiste aus.

Seit 2015 hat die Stadt die Plätze in den Grevener Kitas um sage und schreibe 400 aufgestockt. Doch auch die aktuell 1744 Tagesbetreuungsplätze reichen schon bald nicht mehr aus. Zu diesem Schluss kamen Cordula Beinker und Frank Hänel.

Ihre Empfehlung, ab Herbst kommenden Jahres die Kita St. Josef mit Hilfe eines Anbaus um zwei weitere Gruppen zu erweitern, folgte der Ausschuss einstimmig. Zum Kindergartenjahr 2020/21 sollen die Pläne, die im vergangenen Jahr aufgrund der Gesamtplanung rund um die St. Josef-Kirche zunächst auf Eis gelegt worden waren, realisiert sein und zusätzlich 30 Plätze zur Verfügung stehen. Mit der Erweiterung verbindet das Jugendamt der Stadt auch die Hoffnung, dem erwarteten Zuzug im Grevener Westen gerecht zu werden.

Bau und Ausstattung der Kita-Erweiterung schlagen mit 834 000 Euro zu Buche. Mit dem Beschluss sichert die Stadt auch die Finanzierung gegenüber der Kirchengemeinde St. Martinus ab. Ein Novum, schließlich ist die sonst übliche Landesfinanzierung in diesem Fall nicht gesichert.

Ebenfalls einstimmig fiel der Beschluss zur Ferienbetreuung aus, wo sich seit diesem Jahr ebenfalls ein Engpass abzeichnet. 1080 Ferienkisten-Plätze waren in diesem Jahr komplett vergriffen. Bei der Betreuung von Grundschulkindern weist die Kurve ebenso wie im Kita-Bereich steil nach oben. Um in den Ferien dem steigenden Bedarf gerecht zu werden, stockt die Stadt die Plätze ab dem kommenden Jahr auf 1200 auf und stellt dafür der Abenteuerkiste 15 500 Euro mehr zur Verfügung. Dem Verwaltungsvorschlag, im kommenden Jahr zunächst die Entwicklung abzuwarten, folgten die Ausschussmitglieder nicht. Sie verständigten sich einhellig auf eine sofortige Anpassung, um dem Engpass rechtzeitig entgegen zu wirken.

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