Beschwerden über Probleme im Block D
Verkehrsberuhigung: Vorbild Wöste

Reckenfeld -

Falschparker, Raser, Lieferanten, die den Anwohnern das Leben schwer machen, Halteverbote, die keinen Sinn machen, Busse, die die Haltestellen nicht anfahren oder Straßen durchfahren, in denen sie eigentlich gar nicht zu suchen haben – die Liste der Beschwerden, die Anwohner des Blocks D kürzlich in der Bezirksausschusssitzung vortrugen, ist umfangreich.

Freitag, 07.12.2018, 16:41 Uhr
Im Block D gibt es aus Sicht von Anwohnern immer wieder Probleme mit zu engen Straßen und zu schnellen oder falsch geparkten Autos. Die Stadtverwaltung schätzt die Situation anders ein.
Im Block D gibt es aus Sicht von Anwohnern immer wieder Probleme mit zu engen Straßen und zu schnellen oder falsch geparkten Autos. Die Stadtverwaltung schätzt die Situation anders ein. Foto: oh

Offenbar hat sich eine Menge Ärger angestaut – und der wollte raus. So kam es, dass der dafür vorgesehene Tagesordnungspunkt „Fragerecht der Anwohner“ (nicht nur, aber auch infolge dieses Themas) etwa eine Stunde Zeit in Anspruch nahm.

Weil viele Anwohner die Situation als gefährlich empfinden, wünschen sie sich Maßnahmen, die den verkehr beruhigen – nach dem Vorbild der Wöste, wo für verschiedenste Maßnahmen (Schilder, Poller etc.) insgesamt rund 70 000 Euro ausgegeben werden sollen. Ein ähnliches Maßnahmenbündel auch für den Block D wäre offenbar genau nach dem Geschmack vieler Anwohner und auch einiger Lokalpolitiker, die diese Forderung unterstützen. „Sie haben es in der Wöste überlebt, das werden Sie bei uns auch“, sagte Siegfried Babin (Reckenfeld direkt) in Richtung der Stadtverwaltung.

Als Ergebnis soll es einen Ortstermin geben, bei dem die Stadtverwaltung mit den betroffenen Anliegern und auch interessierten Mitgliedern des Bezirksausschusses die Probleme vor Ort besprechen will.

Aber: Für André Kintrup, im Rathaus für Verkehrsfragen zuständig, steht eigentlich fest: „Aus meiner Sicht bestehen dort keine Probleme mehr.“ Man stehe im regen Austausch mit einigen Anliegern, die auf ganz konkrete (aber sehr individuellen) Probleme hinweisen, man habe Tempokontrollen durchgeführt (die keine Auffälligkeiten zeigten), die Polizei habe den fließenden Verkehr, die Stadt den ruhenden Verkehr überwacht. „Objektiv gesehen gibt es dort keine Probleme mehr“, sagte Kintrup. „Aber: Wir nehmen das nochmal auf und haben ja auch zugesagt, das zu einer Lösung zu führen.“

Ein Anwohner hatte unter anderem bemängelt, dass es im Bereich Gartenstraße / Adlerstraße (Tempo 30) eng werde, wenn man einem Bus begegne. „Ein Ausweichen muss auf dem Gehweg passieren.“ Auch die Busse würden auf diesen Streifen ausweichen – obwohl er baulich nicht dafür ausgelegt sei. Sehr wohl, so Kintrup, sei der Querschnitt der Straße ausreichend breit. Niemand müsse auf den Gehweg ausweichen – im Gegenteil. „Ein Kfz hat auf dem Gehweg nichts verloren. Weder fahrend noch stehend.“

Der Anwohner war mit der Auskunft nur bedingt zufrieden. Zumal es auch noch viele – aus seiner Sicht fragwürdige – Haltverbotsschilder gebe, die eigentlich auch für Müllfahrzeuge und ähnliches gelten müssten. „Ich habe aber noch keinen Müllwagenfahrer gesehen, der in der Fahrt eine Tonne aufnehmen und wieder absetzen kann.“ Dies jedoch, so erfuhr der Anwohner, sei nicht nötig, da für diese Art von Fahrzeugen eine Ausnahmegenehmigung greife.

Die Diskussion um Raser, Falschparker und andere Probleme war damit nicht beendet. Spätestens beim Ortstermin dürfte sie ihre Fortsetzung finden.

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