Defibrillator an der Freilichtbühne
Gerüstet für den Fall der Fälle

Reckenfeld -

Defibrillatoren werden üblicherweise in Operationssälen, Notaufnahmen sowie in Fahrzeugen des Rettungsdienstes bereitgehalten. Doch sinnvoll sind sie darüber hinaus überall dort, wo sich viele Menschen aufhalten. Die Freilichtbühne hat nun ein solches Gerät angeschafft.

Dienstag, 18.12.2018, 11:04 Uhr aktualisiert: 18.12.2018, 11:10 Uhr
Einige der Sponsoren sowie Vorstandsmitglieder der Bühne ließen sich nun den Notfallkoffer erläutern. Bei Aufführungen und Proben soll das lebensrettende Gerät nun immer griffbereit platziert werden.
Einige der Sponsoren sowie Vorstandsmitglieder der Bühne ließen sich nun den Notfallkoffer erläutern. Bei Aufführungen und Proben soll das lebensrettende Gerät nun immer griffbereit platziert werden. Foto: Rosi Bechtel

Über 80 Prozent der Menschen, die akute Herzprobleme wie Flimmern bekommen, könnten gerettet werden, wenn Defibrillatoren flächendeckend zur Verfügung stünden. „Deutschland hinkt dahinterher“, erklärte Manfred Walter von der Firma Communita nun jenen Sponsoren, die sich an der Freilichtbühne eingefunden hatten.

Er hatte an der Bühne angefragt, ob Interesse besteht, dort einen Defibrillator zu platzieren. Für die Bühne war klar, dass man da nicht nein sagt. „Wir hoffen allerdings, dass wir den nie einsetzen müssen“, sagt Geschäftsführerin Petra Niepel. Während der Vorstellungen wird der Defibrillator direkt am Bühnenmarktplatz parat stehen – und wenn im Spielerheim Proben oder andere Veranstaltungen sind, dann eben dort.

Als Manfred Walter den Koffer zu Demonstrationszwecken öffnete, wurde gleichzeitig ein Notruf an die Notrufzentrale abgesetzt, und es folgten Anweisungen „direkt aus dem Koffer“, was bei Kammerflimmern zu tun ist. „Die Zeit ist äußert knapp bei Herzkammerflimmern. Nach einer Minute ohne Bewusstsein sterben erste Hirnzellen ab, nach sieben Minuten ist man ein Pflegefall und nach zehn Minuten ist man tot“, erläutert Manfred Walter. Angst solle man nicht haben, wenn so ein Notfall eintrifft. Man kann eigentlich nur eines falsch machen: nämlich gar nicht zu helfen. Wer den Defibrillator nutzt, sollte einfach den Anweisungen folgen. Das System erklärt genau, was zu tun ist und gibt genaueste Anweisungen dazu, wann geschockt werden muss.

Was für die Bühnen-Aktiven selbstverständlich ist, nämlich eine solche lebensrettenden Koffer vor Ort zu haben, ist auch für die insgesamt 14 Sponsoren aus Greven und Nachbarorten wichtig, ohne die die Anschaffung des Koffers nicht möglich gewesen wäre.

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