Klaus Freischem besitzt rund 200 Nussknacker und Räuchermännchen
Der Größte ist aus Amerika

Reckenfeld -

Nur gut, dass der Wohnzimmerschrank von Klaus Freischem so lang ist. Rund 200 Nussknacker und Räuchermännchen teilen sich den Platz auf dem Schrank.

Donnerstag, 10.01.2019, 13:00 Uhr
Liebevoll sind die Figuren, die Klaus Freischem sammelt, gestaltet. Ein Exemplar hat einen Löwenkopf, wieder ein anderes sieht aus wie der Räuber Hotzenplotz.
Liebevoll sind die Figuren, die Klaus Freischem sammelt, gestaltet. Ein Exemplar hat einen Löwenkopf, wieder ein anderes sieht aus wie der Räuber Hotzenplotz. Foto: Rosemarie Bechtel

„Gut 90 Prozent der Figuren sind original aus dem Erzgebirge“, ist der Reckenfelder stolz auf seine Sammlung. Doch wie kommt man dazu, gezielt diese Holzfiguren zu sammeln? „Vor 40 Jahren fuhr meine Schwester in die damalige DDR in den Urlaub. Von dort brachte sie mir einen Nussknacker aus dem Erzgebirge mit. Der gefiel mir so gut, dass ich diese Figuren sammeln wollte.“

Doch wer jetzt glaubt, dass Klaus Freischem dafür immer selbst in die Tasche gegriffen hat, der irrt. Er erzählte Bekannten und Verwandten, dass er wohl Nussknacker und Räuchermännchen sammeln wollte. Damit tat er anscheinend denjenigen, die ihm zu Geburtstagen oder anderen Anlässen beschenken wollten, einen Gefallen. So wussten alle, womit man ihm eine Freude machen kann. „Mein Sohn Carsten brachte mir aus Amerika auch einen Nussknacker mit. Der ist der größte in der Sammlung“, erzählt Klaus Freischem.

Keine der Figuren sieht gleich aus. Einige haben ein sehr markantes Aussehen, mal freundlich oder auch mal etwas grimmig. Da gibt es ein Exemplar, das einen Löwenkopf hat, wieder ein anderes sieht aus wie der Räuber Hotzenplotz. Liebevoll gestaltet sind sie allemal und alle natürlich aus Holz gearbeitet.

Bezahlt hat Klaus Freischem für seine Sammelleidenschaft so gut wie nichts. „Einige habe ich aus Haushaltsauflösungen bekommen, ein paar habe ich auf Flohmärkten erstanden. Vor ein paar Tagen kam eine Reckenfelderin und brachte spontan zwei Figuren mit, die sie in irgendeiner Kiste gefunden hat. Zufällig hatte sie von jemanden von meiner Sammlung erfahren und sie mir dann gegeben“, freut er sich über den Neuzuwachs.

Allerdings werden diese jetzt, wie in jedem Jahr nach dem Dreikönigstag, genau wie alle anderen Holzfiguren in Kisten verschwinden. „Vom ersten Advent bis heute, das reicht“, so Klaus Freischem. Umso mehr freut er sich, wenn die dann im nächsten Advent wieder ausgepackt werden und das Wohnzimmer zieren.

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