Reckenfelds Pfadfinder holen die Weihnachtsbäume ab
Das Schleppen lohnt sich

Reckenfeld -

Ja, einen Teil der Erlöse aus dem Tannenbaumsammeln der Reckenfelder Pfadfinder werden sie spenden. Aber viel brauchen sie auch für sich: Neue Zelt, bessere Ausstattung.

Sonntag, 13.01.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 14.01.2019, 16:52 Uhr
Gruppenfoto der Pfadfinder vor dem Start.
Gruppenfoto der Pfadfinder vor dem Start. Foto: Roesemarie Bechtel

Vorab: Das Schleppen bei nasskaltem Wetter und die Bitte um Spenden haben sich für den Reckenfelder Pfadfinderstamm gelohnt. Viele Süßigkeiten und Geldspenden konnten die Sammler in Empfang nehmen. Die Süßigkeiten wurden geteilt. Jeder bekam einen Anteil. Ein großer Korb voller Leckereien sowie eine Geldspende wird demnächst zur Tafelausgabe gebracht.

Die Einen, die im Einsatz sind, sind alte Hasen und wissen, was sie erwartet. Rund 50 junge und ältere Pfadfinder warten darauf, welcher Gruppe sie zugeteilt werden, bevor sie losziehen können.

Es ist kalt und nass, kein passendes Wetter für diese Aktion, aber alle sind guter Dinge, sammeln Tannen und Geld. Die Tannen werden auf den Acker am Ende der Adlerstraße gebracht – für das Osterfeuer. In der Mittagspause treffen sich alle wieder im Pfarrheim und stärken sich mit der leckeren Erbsensuppe. Die kocht Michael Falke schon seit einigen Jahren und: „Die ist echt lecker“, sagt eine Teilnehmerin.

Ein alter „Hase“, der seit gut 27 Jahren aktiv ist, ist Georg Bußmann . Der packt erst einmal gemeinsam mit Sohn Fabian die Sammelbüchsen (das sind die gleichen wie die der Sternsinger) aus den Kartons und bringt an jede Büchse ein Schloss an. Denn diese Büchsen werden erst am Ende der Aktion geöffnet.

In der Küche steht Steffi Heming. Sie hält die Stellung in der Küche, kocht Unmengen an Kaffee für die Großen und bei Bedarf wird auch für unterwegs heißer Kakao für die durchnässten Sammler geliefert.

Die 58-Jährige wollte schon mit 50 bei den Pfadfindern aufhören, doch „es macht einfach so viel Spaß, mit jüngeren Leuten zusammen zu sein. Seit 22 Jahren bin ich in der Leitergruppe der Juffis. Und die haben mich überredet, doch noch weiter zu machen. Ja, und so bin ich hier“, lacht sie. Gespannt sind die neuen Wölflinge Sophie Kochmann, Simon Tschipang, Marlon Fröhnert, Lasse Röhrig und Ole Winter. Sie gehören zu den jüngsten, die am Samstag im Einsatz sind.

Bevor es losgeht, gibt es Verhaltensmaßregeln und die Frage, wer denn weiß, wofür gesammelt wird. „Für die armen Kinder“, so ein Neuling. „Stimmt nicht ganz“, lacht Dirk Böckmann. „Wir sammeln schon auch Geld für uns. Unser Bauwagen muss mal wieder auf Vordermann gebracht werden. Und ein Teil geht an die Reckenfelder Tafel.“ Außerdem fehlen auch neue Zelte, für das beliebte Zeltlager, in das im Sommer alle Reckenfelder Pfadfinder fahren. „Wir habe guten Zuwachs bei den Wölfingen“ freut sich Georg Bußmann dass das Interesse für den Pfadfinderstamm zugenommen hat.

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