Französische Kammerphilharmonie bei einem stilvollen Neujahrskonzert
Klangvoller Ausflug an die Seine

Greven -

Ein Neujahrskonzert so ganz nach dem Geschmack des Publikums gab es am Sonntag im bestens gefüllten Ballenlager.

Montag, 14.01.2019, 18:47 Uhr aktualisiert: 14.01.2019, 19:01 Uhr
Die „Französische Kammerphilharmonie“ unter Leitung von Philip van Buren im Ballenlager.
Die „Französische Kammerphilharmonie“ unter Leitung von Philip van Buren im Ballenlager. Foto: Axel Engels

Orchesterkonzerte sind ja im Rahmen von Greven Klassik immer beliebt und mit der „Französischen Kammerphilharmonie“ unter dem versierten Dirigat von Philip van Buren erlebte man ein Orchester, das schon vor drei Jahren mit seinem kultivierten Spiel für Aufsehen gesorgt hatte.

Unter dem Titel „Vom Eifelturm zum Moulin Rouge 2019“ nahmen die sehr gut aufeinander eingespielten Musiker auf eine Zeitreise in die mondäne Welt der Salons und Varietees an der Seine, wurde man durch kurze Moderationen des Dirigenten Philip van Buren charmant in die jeweiligen Werke eingeführt.

Schon vom ersten Werk an, der „Ouverture“ aus Jacques Offenbachs Opéra-bouffe „La Belle Héléne“, war man fasziniert von der Akribie und stilistischen Sicherheit, mit der das Orchester auf kleinste Anweisungen des Dirigenten reagierte. Perfekte Stimmgruppentrennung und ein warm timbrierter Orchesterklang erklang dieses im Théater des Variétés in Paris uraufgeführte Werk wie vom Staub der Zeit befreit.

Für die Gesangspartien waren die Sopranistin Penelope Mason und der Bariton Tobias Scharfenberg verpflichtet worden, deren ausdrucksstarke Stimmen das Konzert um eine wunderbare Nuance bereicherten.

Wenn Penelope Mason die Arie „C’est Fiorella la brune“ aus Offenbachs „Les Brigands“ sang, war man fasziniert von ihrer brillanten Gesangskunst. Auch schauspielerisch konnte sie bei „Ah quel dinner“ und dem „Vilja-Lied“ aus Franz Léhars Operette „Die lustige Witwe“ begeistern. Tobias Scharfenberg nahm das Publikum süffisant unter Léhars Klängen mit ins Maxim und wusste im „Fliegen-Duett“ aus Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ perfekt mit Penelope Mason zu harmonieren. Da konnten sie über dem filigran konzipiertem Orchesterklang ihre ganze Schönheit entfalten. Innig gestalteten die Solisten dann auch das allseits beliebte „Lippen schweigen“ aus der Operette „Die lustige Witwe“ von Léhar, genoss man dieses ohne Pathos sehr gefühlvoll interpretierten Duett.

Aber auch die rein instrumentalen Werke waren mit Feinsinn zusammengestellt worden. Denn ohne Polka und Walzerklängen geht es nur schwer in einem Neujahrskonzert . Und da präsentierte die „Französische Kammerphilharmonie“ mit dem „Faust-Walzer“ von Charles Gounod und der französischen Polka „Feuerfest von Josef Strauss zwei nur selten zu hörende Werke mit Esprit und Leidenschaft.

Wenn dann das Publikum „Unter Donner und Blitz“ von Johann Strauß Sohn in die Pause entlassen wurde, war dies sicherlich bestens ausgesucht.

Einer der musikalischen Höhepunkte des Abend war die „Méditation““ aus der Oper „Thaiss“ von Jules Massenet. Da konnte die Konzertmeisterin des Orchesters mit wunderbarer Melodiegestaltung ihre ganzen solistischen Qualitäten einbringen. In mediterrane Welten mit ihrem überquellendem Temperament entführte das Orchester dann mit der „Farandole“ aus „L’Arlésienne“ von Georges Bizet.

Bei einem Neujahrskonzert darf natürlich am Ende der „Radetzky-Marsch“ von Johann Strauß als krönendes Finale nicht fehlen. Ein überaus unterhaltsamen Abend.

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