Zwei 18-jährige Schüler gründen ein Unternehmen in Greven
Schülerjobs leicht gemacht

Greven -

Auf dem Schulhof sind sie bereits bekannt. Die Schüler und Jungunternehmer Felix Biederlack und Moritz Deitmar sind am Gymnasium Augustinianum die Anlaufstelle, wenn es um Ferien-, Wochenend- oder Nebenjobs geht. Sie vermittlen Jobs an Schüler und Studenten und setzen sich mit den Unternehmen in Verbindung.

Samstag, 19.01.2019, 18:16 Uhr aktualisiert: 19.01.2019, 18:20 Uhr
Die Schüler Felix Biederlack (links) und Moritz Deitmar (rechts) erkennen in der Schülerjobvermittlung eine Marktlücke.
Die Schüler Felix Biederlack (links) und Moritz Deitmar (rechts) erkennen in der Schülerjobvermittlung eine Marktlücke. Foto: Simon Döbberthin

Moritz Deitmar erinnert sich: „Wir hatten selbst das Problem einen Job zu finden. Wir dachten es muss doch vielen in unserem Alter so gehen – so kam uns die Idee für das Unternehmen.“ Der Weg dorthin war jedoch nicht so einfach. „Weil wir noch minderjährig waren zum Zeitpunkt der Planung, mussten wir uns erst als unternehmensfähig beweisen“, sagt Felix Biederlack . „Die Gründung hat vor einem Jahr angefangen und ein halbes Jahr gedauert, bis wir endlich anfangen konnten.“

Heute haben sie ein eigenes Büro. Von dort aus managen sie Anfragen und gestalten die Website, auf der es aktuelle Stellenangebote gibt. „Wir sind aber theoretisch unabhängig vom Büro, wobei es natürlich schöner ist die Arbeit von zu Hause zu trennen“, betont Biederlack.

Durch die Jobvermittlung wird den jungen Kunden viel Arbeit abgenommen. Sie müssen selbst nicht mehr recherchieren. „Wir sammeln die Interessen der Schüler und suchen nach passenden Firmen, denen wir Bescheid geben“, erklärt Deitmar. „Wenn eine Firma interessiert ist, dann leiten wir die Kontaktdaten an den Schüler weiter – dort endet unsere Arbeit.“

Bisher haben die beiden Jungunternehmer etwa 30 Jobs vermitteln können. „Das kostet die Schüler nichts“, sagt Deitmar. „Das Geld gibt es von den Firmen, weil Schülerjobber in der Regel günstiger sind als Leiharbeiter – so finden wir meistens einen Kompromiss.“

Anfangs sei es aber finanziell noch sehr schleppend voran gegangen. Investitionen in die Website und die Büroausstattung schlugen auf den Geldbeutel und sehr lukrativ sei es in der Startphase noch nicht gewesen, meint Moritz Deitmar. „Mittlerweile haben wir unsere Ausgaben aber wieder drin und sind im Plus.“

Werbung für ihr Start-up haben sie bisher nur mündlich gemacht.

„An der Schule spricht sich das schon rum“, erklärt der Unternehmer. „Wir bekommen oft Anfragen von interessierten Schülern, aber wir melden uns auch selbst in WhatsApp-Gruppen.“ Bei den Firmen melden sie sich in der Regel selbst, weil die Reichweite noch nicht groß genug ist. „Deshalb wenden wir uns jetzt zum ersten Mal an die Presse“, erklärt Felix Biederlack. „Wir suchen dringend nach Jobangeboten für Schüler.“ Die beiden sind zuversichtlich: „Wenn das Unternehmen groß werden sollte, dann verfolgen wir das auch nach dem Abitur weiter.“

Bei Interesse kann sich jeder unter der E-Mail Adresse: info@biedego.de melden. Nähere Informationen auf der Website: www.biedego.de.

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