Gründergeistwettbewerb
Laser siegt vor den „Prachtburschen“

Münster/Greven -

Die Preisträger des ersten Gründergeistwettbewerbes sind am Wochenende ausgezeichnet worden. Der Münsterland e.V. will mit dem Ereignis zeigen: Die Region ist offen für Neues.

Sonntag, 20.01.2019, 21:00 Uhr
Sieger (v.l.): Dr. Tim Hellwig, Dr. Eva Döpker, Christoph Seidenstücker und Dr. Max Brinkmann
Sieger (v.l.): Dr. Tim Hellwig, Dr. Eva Döpker, Christoph Seidenstücker und Dr. Max Brinkmann Foto: Günter Benning

Die einen tragen Anzug (ohne Schlips), die anderen Afrika-Hemden. Die einen entwickeln Hightech-Geräte, die anderen mitwachsende Möbel. 10 000 Euro Hauptgewinn holten sich am Freitagabend im Grevener Ballenlager vier junge Wissenschaftler aus Münster, die mit ihrer Firma „Refined Laser Systems“ Krebsoperationen effektiver machen wollen. Sie gewannen den ersten Gründergeistwettbewerb, mit dem der Münsterland e.V. zeigen will: Die Region ist offen für Neues.

60 Bewerber gab es, für Projektleiterin Monika Leiking eine überraschende Vielfalt. Unter den Projekten fanden sich App-Entwickler für Apotheken, aber auch ungewöhnliche Ideen wie der automatische Wasserspender, der anspringt, wenn man sich ihm nähert.

Für die Endrunde selektierte die Jury fünf Gründer – inhaltlich breit gefächert. Damit die Spannung blieb, fiel die endgültige Entscheidung allerdings nach deren Bühnenpräsentationen. „Pitches“, sagt der Fachmann. Zur Vorbereitung gehörte auch ein Seminar für professionelles Pitchen.

Refined Laser Systems war durch Dr. Tim Hellwig, Dr. Max Brinkmann, Dr. Eva Döpker und Christoph Seidenstücker vertreten. Die Wissenschaftler zeigten, dass heute bei jeder fünften Krebsoperation nachoperiert werden müsse, weil nicht alles krankhafte Gewebe entfernt wurde. Ihr Lasersystem soll die Analyse nach der OP deutlich beschleunigen. „Der Businessplan“, lobte Jurymitglied Jeannine Budelmann, „zeigt, wie immens groß der Markt und der Kundennutzen ist.“

Riesig ist auch der Markt der Zweitplatzierten (5000 Euro): Die „Prachtburschen“, Christoph Wendt und Michael Gebhardt aus Münster, sprechen mit ihrem Kosmetikstudio Männer an. Beide sind Betriebswirte, beide erfahren in der Kosmetikbranche.

„Der Frauenmarkt sta­gniert“, hatten sie in ihrem Businessplan analysiert, „der Männermarkt hat sich in den letzten Jahren verdreifacht.“ Eins bleibt: 90 Prozent aller Gutscheine, die die „Prachtburschen“ absetzen, kaufen Frauen. Für ihre Männer.

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