Mehr als ein Schnellimbiss
Food Fritze liebt das Essen

Greven -

Die Idee kam vor einem Preußen-Spiel am Bratwurst-Stand. Heute betreibt Daniel Owermann eine kleine Fast-Food-Kette. Aber mit mehr als Bratwurst.

Mittwoch, 23.01.2019, 11:00 Uhr
Daniel Stowermann und seine Frau Melanie haben mit FoodFritze ihre Idee von dem etwas anderen Imbiss- und Catering-Unternehmen wahr werden lassen.
Daniel Stowermann und seine Frau Melanie haben mit FoodFritze ihre Idee von dem etwas anderen Imbiss- und Catering-Unternehmen wahr werden lassen. Foto: Pia Weinekötter

Es war Samstag, der 30. Oktober 2016, als Daniel Stowermann mit seinem Cousin auf dem Weg zum Preußenstadion noch einen Hot Dog aß. Ob das Fußballspiel an dem Tag legendär war, ist nicht überliefert, aber der Hot Dog hatte weitreichende Auswirkungen: der Bremer Cousin war so begeistert und sinnierte: „Warum gibt es so leckere Sachen nicht bei uns?“

„Das kriegen wir hin!“, war Stowermanns erste Reaktion, und schon zeigten sich seine Macher-Qualitäten: Gemeinsam mit seiner Frau Melanie saß er am nächsten Tag im heimischen Wohnzimmer am Emsstrand, und Pläne wurden geschmiedet.

Kulinarische Ideen abseits vom Standard-Imbiss-Programm wurden entwickelt, Finanz-Konzepte und Markt-Analysen durchdacht, ein Unternehmens-Name strategisch zusammengestellt: „Food ganz allgemein für das Essen. Und Fritze ist jemand, der sein Metier kennt, wie der Zeitungsfritze oder der Immobilienfritze“, erläutert der Unternehmer die Entstehung des Namens.

Eine berufliche Veränderung strebte der noch 41-Jährige bereits seit längerem an. Als gelernter Lithograf mit Marketing-Ausbildung war er jahrelang im internationalen Vertrieb tätig, bis er mit 40 einen gesundheitlichen Warnschuss erhielt. Ein Zeichen, seine berufliche Karriere zu überdenken.

Seine Frau Melanie als gebürtige Berlinerin mit Gastronomie-Erfahrung und Daniel Stowermanns Marketing- und Vertriebs-Expertise sowie die Leidenschaft: „Ich esse und koche gerne!“

Die Stowermanns und ihr sieben-köpfiges FoodFritze-Team sind mit ihren Wagen seitdem nicht nur auf Stadtfesten, sondern vornehmlich auf Streetfood-Festivals im Münsterland und Ruhrgebiet zu finden. „Die Kunden dort wollen was probieren und auch mal was riskieren, was abseits vom Standard-Imbiss zu finden ist.“

Ob beim Hafenfeuer in Bergkamen, Streetfood in Winterberg, karibische Feste in Duisburg oder Gelsenkirchen – das kreative Food von FoodFritze kommt an: „Klar gibt es bei uns auch die Curry-Wurst, aber dann eben mit hausgemachten Soßen wie Curry-Barbecue-Whisky oder einer fruchtig-pikanten Tomatensoße.“

„In der Hochsaison gehen pro Woche über 50 Schweinenacken durch den Smoker und an einem Wochenende bis zu 1000 Burger über die Wagen-Theke“, erläutert Stowermann, der 80 Prozent seines Umsatzes im Streetfood- und 20 Prozent im hochwertigen Catering-Bereich mit edlen schwarzen Pavillons, Bestuhlung und Live-Cooking im schwarzen FoodFritze-Wagen sieht.

Aber: „Wir müssen wachsen!“ Aktuell soll das Team um einige Springer erweitert und neue Wagen angeschafft werden. Auch ein Stand mit schwäbischen Spezialitäten wie Maultaschen-Burger auf dem Münsteraner Wochenmarkt ist ein Ziel: „Wenn das gut angenommen wird, planen wir die Anschaffung einer ‚Maultaschen-Leeze‘.“

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