Ächter de Lake
Rathaus steht, wo einst die Ems floss

Greven -

Die plattdeutsche Ortsbezeichnung „Ächter de Lake“ oder „Achter de Lake“ bedeutet im Hochdeutschen „Hinter der Lake“. Der hochdeutsche Begriff „Wasserlache“ kommt von dem Wort „Lake“.

Dienstag, 22.01.2019, 17:06 Uhr
Diese Postkarte zeigt das Gebiet „Ächter de Lake“.
Diese Postkarte zeigt das Gebiet „Ächter de Lake“. Foto: Heimatverein Greven

Eine Lake ist eine Wasserkuhle, ein kleiner See oder ein Sumpf. Solche Laken entstanden auch hier in Greven durch das Mäandrieren der Ems, wodurch manchmal Emsschlingen entstanden, wo sich nach einer Verlagerung der Ems allmählich verlandendes Gebiet bildete.

Mit „Ächter de Lake“ war in Greven das Gebiet gemeint, wo heute zum Beispiel das Rathaus steht. Die Straße zwischen dem Rathaus und dem Rathausplatz trägt deshalb heute zur Erinnerung daran den Namen „Hinter der Lake“.

Diese Lake wurde früher auch die „Mennings-Lake“ genannt. Südlich davon gab es früher auch noch die „Peters-Lake“. Dieses gesamte Gebiet ist heute überbaut.

Die Gründung von Gebäuden, die auf einer ehemaligen Lake stehen, ist finanziell sehr aufwendig. Denn bevor die Bodenplatte gegossen werden kann, muss der Grund zur Stabilisierung durch gegossene Betonpfähle verstärkt werden.

Das geschah daher auch bei der Gründung des Rathausgebäudes und der Gebäude auf der Westseite des Niederorts.

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