Arbeitsreiches Jahr 2018 für die Freiwillige Feuerwehr
Über 400 Mal rückten die Kameraden aus

Greven -

Mindestens einen Einsatz pro Tag für die Feuerwehr und alleine fast sieben Einsätze an jedem Tag nur für den von der Feuer- und Rettungswache betriebenen Rettungswagen: Für die haupt- und ehrenamtlichen Rettungskräfte in Greven war das vergangene Jahr ein sehr arbeitsreiches. Tendenz: steigend. Dafür erwartet die Feuerwehr in diesem Jahr einige Neuerungen.

Montag, 28.01.2019, 09:38 Uhr aktualisiert: 28.01.2019, 16:59 Uhr
Reinhard Holt stellte den Jahresbericht 2018 vor.
Reinhard Holt stellte den Jahresbericht 2018 vor. Foto: Jens Keblat

Sturmeinsätze wegen „Friederike“ im Januar, Vegetationsbrände während der heißen Sommermonate und jede Menge andere Brandmeldungen und technische Hilfeleistungen: Die Freiwillige Feuerwehr ist im vergangenen Jahr mehr als 400 Mal ausgerückt. Die genauen Zahlen gab der stellvertretende Wehrführer Reinhard Holt am vergangenen Freitag bei der Generalversammlung der Wehr im Ballenlager bekannt. Demnach ereigneten sich in 2018 alleine 175 Brandeinsätze, darunter – glücklicherweise – in erster Linie 156 Kleinbrände, bei denen ein Kleinlöschgerät ausreichte, um Schlimmeres zu verhindern. Zu dieser Zahl addieren sich drei etwas größere Kleinbrände, 13 Mittelbrände, ein Großbrand (Scheunenbrand) sowie zwei überörtliche Hilfeleistungen. Leicht rückläufig dagegen die Zahlen im Bereich der technischen Hilfe: 152 Einsätze – davon 62 Mal mit Menschen in Notlagen (2017: 75).

Die Feuerwehr rückte in den vergangenen zwölf Monaten zu einem Dutzend Verkehrsunfällen aus, arbeitete viele Sturmeinsätze ab, half sechs Mal Tieren in Notlagen und beseitigte fast 50 Ölspuren und andere Gefahrenstellen. Bei Verkehrsunfällen unter Einsatzbeteiligung der Feuerwehr wurden insgesamt drei Verkehrstote verzeichnet, bei Einsätze von „Person hinter verschlossener Tür“ habe man ebenfalls drei Mal leblose Personen vorgefunden. Brandtote wurden hingegen in 2018 keine verzeichnet.

Was in der Statistik vor allem auffällt: Die Zahl der Fehlalarme hat sich von 61 auf inzwischen 75 erhöht. So musste die Wehr zu 45 ausgelösten Brandmeldeanlagen ausrücken, aber auch zu blinden und böswilligen Alarmen, wie etwa an Halloween, als ein kleiner Junge die Feuerwehr in die Irre führte (diese Zeitung berichtete).

Einsätze im Bereich der Rettungswache: 2493 Alarme für den Rettungswagen der Feuerwehr und 1724 Alarme für den Notarzt, der nahezu paritätisch sowohl von der Feuerwehr als auch vom Malteser Hilfsdienst gefahren wurde. Was bleibt: viel Lob – von Bürgermeister Peter Vennemeyer, aber auch von Kreisbrandmeister Raphael Ralph Meier. Letzterer machte noch einmal deutlich, dass es eben die originäre Aufgabe einer Feuerwehr sei, kleine Brände auch klein zu halten. Dass ihr das gelinge, habe die Grevener Wehr im vergangenen Jahr zu Genüge bewiesen.

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