Konzert des Chores „Caramia“ in der Franziskuskirche
Inspirierend und lebensbejahend

Reckenfeld -

Das Motto des Caramia-Chores traf offensichtlich den Nerv des Publikums. Am Ende des Konzerts in der Franziskuskirche gab es lang anhaltenden, stehenden Applaus und Zugabe-Rufe.

Sonntag, 27.01.2019, 18:37 Uhr aktualisiert: 28.01.2019, 16:58 Uhr
Das Thema „Liebe“ zog sich wie ein roter Faden durch das abwechslungsreiche Konzert der Frauenschola „Caramia“.
Das Thema „Liebe“ zog sich wie ein roter Faden durch das abwechslungsreiche Konzert der Frauenschola „Caramia“. Foto: ros

Das Thema „Liebe“ zog sich wie ein roter Faden durch das abwechslungsreichen Konzert. Nun, „ Caramia “ heißt ja auch: alles, was wir lieben.

Vor dem Konzert nutzten viele das Angebot des Eine-Welt-Ladens. Hier konnte man ein Glas Wein oder Saft genießen. „Handel vor der Kirche, da wären früher sicherlich die Kirchenoberen auf die Barrikaden gestiegen“, so einige Gäste schmunzelnd. „Warum sollen wir hier keinen Wein trinken, der Pfarrer macht es doch oft genug in der Kirche“, lautete ein anderes Argument. Das zeigt den Wandel innerhalb der Kirche auf.

Einen Wandel hat es auch in der Kirchenmusik gegeben. Das beweist auch die Frauenschola Caramia, deren Liedgut eine gewisse Leichtigkeit, aber trotzdem eine starke Aussage zu Gott, zum Glauben, Leben und zur Liebe in sich trägt. Mit „Ist da Jemand“ starteten die 14 Sängerinnen in der mit toller Lichttechnik ausgeleuchteten Kirche ihr Programm. Der Mittelweg beleuchtet mit Kerzen und der Altar-raum in wechselnden Farben sorgten dafür, dass schnell der Alltag außen vor blieb.

Hochkonzentriert folgten die Sängerinnen ihrer Chorleiterin Verena Hotten . Als Co-Dirigentin, aber auch am Saxofon, agierte Steffanie Mesch. Instrumental begleitete Jonas Terwolbeck am Keyboard. Nie wurde der Chor von den Instrumenten überlagert. Die Stimmen, auch wenn leise Töne oder Soli erklangen, kamen bei der guten Akustik der Kirche perfekt rüber.

Pastoralreferent Tobias Busche spannte mit Gedanken sowie Bibeltexten, wie dem aus Korinther 13 „Die Liebe höret niemals auf…“ einen Bogen zwischen einzelnen Liedblöcken. „Jesus, I love you“, „Du bist die Kraft“ oder „Weiten Räumen unter meinen Füßen“ sind einige der inspirierenden und lebensbejahenden Liedern. Bei „Hail Holy Queen“ wurde das Publikum mit einbezogen und einige trauten sich durchaus mitzusingen.

Am Ende des Konzerts fiel die Anspannung der Sängerinnen sichtlich von ihren Gesichtern ab. „Nun, es war ja auch unser erstes richtiges Konzert“, begründen die Sängerinnen mit einem Lachen ihre Konzentration. Bisher sangen sie zu Taufen, Kommunionen oder zu besonderen Gottesdiensten. Ein Konzert aber „ist doch wirklich etwas ganz anderes“, so die Aussage. Spaß hat es allen gemacht und am Ende musste der Chor sich leider von Chorleiterin Verena Hotten mit Blumen und Geschenken verabschieden, da diese beruflich nach Braun-schweig geht.

Auch am Ende nutzte das Publikum gerne das Angebot des Eine-Welt-Ladens. Das Konzert erbrachte eine Spende von rund 350 Euro zugunsten der Ehe- und Familienberatungsstelle Münster.

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