Fahrräder am Bahnhof
Diebstähle: Die Polizei spricht von Rückgang

Greven -

In letzter Zeit gibt es vermehrt in den sozialen Medien Berichte über Fahrraddiebstähle am Bahnhof. Stimmt das? Die Polizei sagt nein, im Gegenteil.

Donnerstag, 31.01.2019, 07:03 Uhr aktualisiert: 31.01.2019, 07:10 Uhr
Fahrräder am Grevener Bahnhof.
Fahrräder am Grevener Bahnhof. Foto: Günter Benning

Wilfried Sellmann hat ein kleines Schild gebastelt: „Liebe Diebe! Lasst bitte dieses Fahrrad hier stehen! Ich bin eine arme Auszubildende und mir wurden hier schon drei Fahrräder gestohlen. Ich kann das nicht mehr bezahlen!“

In der Werkstatt der Flüchtlingshilfe Greven an der Saerbecker Straße repariert Sellmann alte Leezen. Und da bekommt er so allerhand Schwund mit: „Einer Auszubildenden wurden am Bahnhof schon vier Räder gestohlen.“ Seit sie sein Schild am Gepäckträger habe, ist das vorbei: „Toi, toi, toi.“

Auch von anderen Fällen habe er gehört: „Einer Tafelkundin wurde dort schon das fünfte Rad gestohlen.“ Eine Familie beklagt schon den dritten Schwund. Sellmanns Idee: In anderen Städten würden an neuralgischen Stellen Kameras installiert – und es werde deutlich weniger gestohlen. Warum nicht in Greven?

Die Sache mit den Kameras sei Sache der Bahn, meint Polizeipressesprecher Reiner Schöttler . Nach der Wahrnehmung seiner Behörde ist allerdings der Fahrraddiebstahl rund um Grevens Bahnhof im vergangenen Jahr erheblich zurückgegangen.

Im Jahr 2017 wurden dort noch 70 entwendete Räder gemeldet. 2018 waren es nur noch 40. Knapp 30 Prozent weniger.

Am Bahnhof stehen vermutlich die meisten Räder in Greven auf einem Fleck. „Und es gibt dort auch Räder, die nicht abgeschlossen werden“, sagt Schöttler, „oder solche, die sehr schlechte Schlösser haben.“ Sein Rat: „Man sollte Räder nicht nur abschließen, sondern auch anketten, damit man sie nicht einfach wegtragen kann.“

Dass am Bahnhof Profi-Diebe am Werk seien, glaubt Schöttler nicht. Die hätten es auf hochwertige Zweiräder abgesehen: „Die stehen in der Regel nicht am Bahnhof.“

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