Ausstellung gibt Einblicke in das Leben von depressiv erkrankten Menschen
Offener Umgang ebnet Wege

Greven -

Bedrückende und beeindruckende Einblicke in das Leben von depressiv erkrankten Menschen gibt eine Ausstellung, die derzeit in der Stadt Greven Station macht.

Samstag, 02.02.2019, 07:05 Uhr aktualisiert: 02.02.2019, 07:10 Uhr
Kunsttherapeutin und Künstlerin Irmgard Bickmann (links) gab zur Eröffnung der Ausstellung eine fachliche Einführung. Maike Michaelis hat als Betroffene das Foto im Hintergrund „Grenzen überwinden“ aufgenommen und ihre Sicht geschildert.
Kunsttherapeutin und Künstlerin Irmgard Bickmann (links) gab zur Eröffnung der Ausstellung eine fachliche Einführung. Maike Michaelis hat als Betroffene das Foto im Hintergrund „Grenzen überwinden“ aufgenommen und ihre Sicht geschildert. Foto: Caritas

Der Caritasverband Emsdetten-Greven hat die bundesweite Wanderausstellung „Wege aus der Depression“ für ein paar Tage in die Emsstadt geholt. In großformatigen Fotos und bewegenden Texten gibt sie Aufschluss über die Nöte von Menschen, die an einer Depression erkrankt sind. Zu sehen ist die Ausstellung noch bis Mittwoch im Rathaus.

Irene Fröhlich hat sich als Mitarbeiterin der psychosozialen Beratung des Caritasverbandes Emsdetten-Greven dafür eingesetzt, dass die Wanderausstellung in der hiesigen Region zu sehen ist. In der psychosozialen Beratung finden Betroffene und Angehörige eine erste Anlaufstelle in persönlichen Krisensituationen und bei psychischen Erkrankungen. „Wir möchten mit der Ausstellung auf künstlerische Art und Weise der Öffentlichkeit zeigen, wie Betroffene und Angehörige eine depressive Erkrankung erleben“, sagt Irene Fröhlich.

Ihr geht es darum, Impulse zu geben für Angehörige und Betroffene, ihr Schweigen zu brechen und Wege aus der Isolation zu finden. Zu sehen sind 20 prämierte Fotos mit Begleittexten von Betroffenen und Angehörigen depressiv erkrankter Menschen. Begleitend zur Ausstellung gibt es ein Gästebuch, in dem die Besucher ihre Eindrücke niederschreiben können.

„Die Ausstellung rührt an. Das zeigen die Reaktionen“, sagt Irene Fröhlich. So lautet ein Beitrag: „Ich bin froh über die Einladung, dass die Fotografen und Maler ihre Psyche für uns geöffnet haben.“ Oder: „Die Aussagekraft der Bilder ist beeindruckend. Öffnen ist der Weg zum Glück.“

Zum Thema

Die Ausstellung ist noch bis Mittwoch, 6. Februar, während der Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6362744?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F
Nachrichten-Ticker