„Sweety Glitter & The Sweethearts“ im Ballenlager
Hauptsache rockig und tanzbar

Greven -

Die Jungs sehen aus wie eine bunte Mischung aus Sweet, Alice Cooper, Kiss und Garry Glitter. Und irgendwie trifft es auch das, was sie so musikalisch auf die Bühne bringen.

Samstag, 02.02.2019, 17:07 Uhr aktualisiert: 02.02.2019, 18:00 Uhr
Plateauschuhe aus London, maßgeschneiderte Lederjacke aus Los Angeles, selbstentworfene Bühnengarderoben – optisch und natürlich akustisch ist die Band „Sweety Glitter & The Sweethearts“ der Hammer
Plateauschuhe aus London, maßgeschneiderte Lederjacke aus Los Angeles, selbstentworfene Bühnengarderoben – optisch und natürlich akustisch ist die Band „Sweety Glitter & The Sweethearts“ der Hammer Foto: Privat

Und nicht zuletzt der Name der Band sagt schon, worum es geht. „ Sweety Glitter & The Sweethearts“ heißt die Kapelle. Und sie wird am 16. Februar auf Einladung des Beatclubs im Grevener Ballenlager die Glamrock-Ära hochleben lassen.

Die Jungs von „Sweety Glitter & The Sweethearts“ sind aber mal so richtig alte Hasen. Weit über 1500 Auftritte haben sie auf dem Buckel, haben aber immer noch Lust, so richtig abzurocken. „Wir machen Rockmusik zum Tanzen. Und wir geben alles, um die Leute mal so richtig in Bewegung zu bekommen“, erklärt „Sweety Glitter“, der im wirklichen Leben Volker Petersen heißt und in der Band für den Lead­gesang und die Gitarre zuständig ist.

Na ja, und das praktizieren die fünf Männer – alle so um die Mitte 50 – seit 31 Jahren. 1987 gründeten Musiker die Gruppe und schrieben sich den Glamrock auf die Fahnen. „Damals gab es fast nur Pop-Musik ohne Gitarre oder düsteren Rock a la Sisters of Mercy“, erklärt Sweety. „Wir wollten damals total anders sein und einen Kontrapunkt setzen.“

Nun, das klappte auch immer besser, nach wechselnden Besetzungen und fünf Jahren – „das war unsere Findungsphase“ – stand die heutige Truppe. Und das entwickelte sich dann auch so gut, dass die Musiker zu Profis wurden. „Seit 1992 leben wir von unserer Musik“, erzählt Sweety Glitter.

Ein Konzert folgte dem nächsten. „Wir sind sehr viel im Osten der Republik unterwegs.“ Auf Festivals und Oldienights sind sie zu hören, aber auch als Vorgruppe von Canned Heat, Deep Purple, Slade und Status Quo standen sie auf der Bühne.

Und gespielt wird, „was wir für Glamrock halten“, erklärt der Musiker. Das Repertoire ist bunt, hauptsache rockig und tanzbar. „Und da wir heute ganz andere technische Möglichkeiten haben, sind wir teilweise sogar besser als das Original“, sagt Sweety nicht ohne Stolz.

Die Konzerte der Truppe dauern mindestens zwei Stunden, gerne auch mal länger. „Und in dieser Zeit schaffen wir mehr, als Bruce Springsteen in dreieinhalb Stunden“, erzählt der Musiker. Denn: Er hasse es, minutenlang wiederkehrende Refrains zu spielen.

Für Sweety Glitter, Randy B. Bluebird, Mighty Mitch McCennedy, Carbite Williamson und Sir Tobi – so die Künstlernamen der fünf Jungs – gibt es nichts schöneres als die „Glamrock-Lebenslust“ von der Bühne ins Publikum zu tragen. „Das wird sicher richtig geil in Greven. Ich habe mir das Ballenlager im Internet angeschaut, das ist ideal“, findet Volker Petersen und freut sich auch schon auf die Vorband. „Diese Beatclub-Allstars sollen ja richtig gut sein.“

Das Konzert im Ballenlager am 16. Februar beginnt um 20.30 Uhr, Einlass ist ab 19.30 Uhr. Karten im Vorverkauf gibt es in der Beat Club-Geschäftsstelle, Bismarckstraße 34, bei Passepartout Bilder & Rahmen, Münsterstraße 27, bei Greven Marketing, Alte Münsterstraße 23 und im Westfälische Nachrichten-Ticket-Shop, Prinzipalmarkt 13 - 14 in Münster.

Die Karten kosten 22 Euro im Vorverkauf und, wenn es denn dann noch welche gibt, für 26 Euro an der Abendkasse.

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