Fördertöpfe für die Emsstadt
Zehn Millionen Euro kommen aus Brüssel

Greven -

Ende Mai kann wieder gewählt werden. Aber leider ist ganz vielen Wählern die Europawahl schnurz-piep egal. So lag die Wahlbeteiligung in Greven im Jahr 2015 gerade mal bei 55 Prozent – aber auch wohl nur, weil gleichzeitig Kommunalwahlen stattfanden. Fünf Jahre zuvor lag die Beteiligung nur bei 42,1 Prozent.

Freitag, 01.02.2019, 15:58 Uhr aktualisiert: 01.02.2019, 16:00 Uhr
Fördertöpfe für die Emsstadt: Zehn Millionen Euro kommen aus Brüssel
Foto: Colourbox

„Brüssel ist für viele Menschen leider immer noch weit weg, dabei ist die Europäische Union durch ihre politischen Entscheidungen und als gesellschaftliche Klammer der Solidarität wichtig, aber auch finanziell eine große Unterstützung für unsere Region“, sagt der SPD-Landtagsabgeordnete Frank Sundermann. Und: Er hat Zahlen zusammen gestellt. Zahlen über die Euro-Summen, die von der EU nach Greven fließen. Dabei kommt eine erstaunliche Zahl zustande. In der aktuellen Förderperiode von 2014 bis 2020 fließen mehr als zehn Millionen Euro Fördermitteln von der EU in die Emsstadt. Nur Rheine und Steinfurt bekommen im Kreis Steinfurt mehr Gelder.

Der größte Fördertopf ist der Europäische Garantiefonds für die Landwirtschaft, der EGFL, aus dem alleine 9 356 446,97 Euro nach Greven fließen. Geld, das überwiegend als Direktzahlung an die Landwirte geht und zur Regulierung der Agrarmärkte dient. 293 Landwirte profitierten alleine im Jahr 2017 davon. 41 731,15 Euro war dabei die größte Einzelsumme für einen Landwirt. Diese Summen setzten sich aus Direktzahlungen bestehend aus Basisprämie, Umverteilungsprämie, Greeningprämie und gegebenenfalls Junglandwirteprämie zusammen.

Dann gibt es noch drei weitere Fördertöpfe: EFRE (Europäische Fonds für regionale Entwicklung), ESF (Europäische Sozialfonds) und ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums). Von dort fließen dann noch einmal 1,34 Millionen Euro nach Greven.

Darüber hinaus gibt es noch weitere Hilfsfonds, zu denen jedoch keine kommunalscharfen Daten vorliegen.

Aber: Natürlich spielt nicht nur das Geld eine Rolle, wenn es um die Bedeutung der EU für die Bürger geht. Häufig werden auch die politischen Entscheidungen der Europäischen Union zuerst auf kommunaler Ebene umgesetzt.

Wie die Grevener vor fünf Jahren gewählt haben? Gewinner war damals die CDU mit 38,6 Prozent der Stimmen, gefolgt von der SPD (34,1 Prozent), den Grünen (10,5 Prozent), die Linken (4,5 Prozent), der FDP (3,3 Prozent) und den „Sonstigen“ mit 9 Prozent.

Ein Ergebnis, dass in diesem Jahr vermutlich ganz anders aussehen wird.

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