Insolvenz Germania
Hoffen auf eine andere Airline

Greven -

Bürgermeister Peter Vennemeyer ist angesichts der Insolvenz der Germania besorgt. Er hofft, dass sich eine andere Airline findet, die einspringt.

Dienstag, 05.02.2019, 16:02 Uhr
Am FMO war die Germania-Airline dick im Geschäft. Rund ein Viertel aller Passagiere flogen mit eben dieser Fluggesellschaft.
Am FMO war die Germania-Airline dick im Geschäft. Rund ein Viertel aller Passagiere flogen mit eben dieser Fluggesellschaft. Foto: Germania

Für die Reisebüros ist es ja nach der Air Berlin-Pleite fast schon Routine. Na ja, nicht ganz. Aber: Die Abläufe sind zumindest bekannt. So auch nicht anders nach dem Ende der Fluggesellschaft Germania . „Bei uns klingeln durchgehend die Telefone, da gibt es reichlich zu tun“, sagte eine Mitarbeiterin des Reisebüros Weilke.

Kein Wunder: Germania hatte den Betrieb in der Dienstagnacht von jetzt auf gleich eingestellt. Und das hat vermutlich besonders den Touristen Bauchschmerzen bereitet, die im Urlaubsland auf den Rücktransport warteten.

16 Urlaubsziele fallen am FMO mit einem Schlag weg. Faro, Fuerteventura, Funchal, Gran Canaria, Heraklion, Ibiza, Istanbul (IST), Kos, Lanzarote, Larnaca, Malaga, Rhodos, Teneriffa, Thessaloniki, Varna und Zonguldak werden nicht mehr angeflogen. Dabei sind diejenigen, die über einen Reiseveranstalter gebucht haben, noch gut dran. Der Veranstalter ist verpflichtet, Ersatz zu organisieren. Direktbucher werden dagegen vermutlich weder fliegen, noch ihr Geld zurückbekommen.

Dr. Rainer Schwarz, Geschäftsführer des FMO, scheint ob der aktuellen Entwicklung recht sauer zu sein. „Germania hatte am 19. Januar die Lösung der Finanzierungsfragen bekannt gegeben und wörtlich hinzugefügt, dass damit die mittel- und langfristige Perspektive gesichert sei. Knapp zwei Wochen später eine Insolvenz zu verkünden, verwundert doch sehr.“

Was er genau über diese Insolvenz denkt, wird er vielleicht sogar am heutigen Mittwochabend den Grevener Politikern mitteilen. Denn eigentlich ist er als mündlicher Berichterstatter zur aktuellen Situation sowie zur zukünftigen Weiterentwicklung des Flughafens Münster/Osnabrück in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vorgesehen. Ob er dafür allerdings ob der aktuellen Entwicklung Zeit oder Lust hat, wird sich zeigen.

Bürgermeister Peter Vennemeyer jedenfalls ist sehr besorgt um den Konsolidierungskurs des FMO. Schließlich ist über ein Viertel der Passagiere am FMO von der Germania transportiert worden. „Für den FMO, der ja auch durch die Zusammenarbeit mit der Germania zuletzt einen erfreulichen Aufschwung bei den Fluggastzahlen geschafft hatte, ist das natürlich bitter.“ Er hoffe, dass da möglichst schnell eine andere Airline die Lücke füllen könne. „Wir hier in Greven waren ja mit der positiven Entwicklung am FMO wieder so ein bisschen mehr zur Startrampe für viele fröhliche Urlauber geworden. Diese schöne Entwicklung bekommt jetzt natürlich erst mal einen Dämpfer. Schade.“

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