Raumnot: Verwaltung erarbeitet Vorschläge
Neubauten für Kita und Feuerwehr?

Gimbte -

Kita-Neubauten – in Greven und Reckenfeld hat man sich schon daran gewöhnt. Gimbte blieb bislang außen vor. Doch auch dort steigt die Nachfrage nach Kita-Plätzen. Kurzfristig wird es eine Container-Lösung geben. Langfristig könnte auch ein Neubau in Frage kommen.

Samstag, 09.02.2019, 10:19 Uhr
Kurzfristig soll am Kindergarten ein Container aufgestellt werden. Doch langfristig müssen andere Lösungen her. Das gilt auch für die Feuerwehr, die im selben Gebäudekomplex beheimatet ist – noch. Es soll zwei konkrete Standort-Vorschläge für einen Feuerwehr-Neubau geben.
Kurzfristig soll am Kindergarten ein Container aufgestellt werden. Doch langfristig müssen andere Lösungen her. Das gilt auch für die Feuerwehr, die im selben Gebäudekomplex beheimatet ist – noch. Es soll zwei konkrete Standort-Vorschläge für einen Feuerwehr-Neubau geben. Foto: Oliver Hengst

Es geht eng zu – und zum kommenden Kindergartenjahr steigt der Platzbedarf nochmals. Der Gimbter Marienkindergarten wird deshalb zum Sommer um einen Container ergänzt.

Doch wie geht es danach weiter – im Kindergarten, aber auch im Feuerwehrgerätehaus in direkter Nachbarschaft? Beide teilen sich jenen Gebäudekomplex, in dem auch das Jugendheim untergebracht ist. Für die Feuerwehr gibt es bereits konkrete Neubaupläne, im Haushalt stehen 20 000 Euro für Planungskosten bereit.

Und auch die Kita darf auf einen Neubau hoffen, das wurde am Donnerstag im Bezirksausschuss deutlich. „Der Bedarf ist da. Einem Neubau steht nichts im Wege“, sagte Ausschussvorsitzender Johannes Wilp ( CDU ). Ob ein Neubau am bisherigen Standort oder anderswo entstehen soll, ist offen. Für die Feuerwehr scheint ein Umzug jedoch schon fast ausgemachte Sache zu sein. Laut Wilp gebe es zwei konkrete Vorschläge für Flächen am Ortsrand.

Ganz so weit vorpreschen mag die Stadtverwaltung noch nicht. In Sachen Feuerwehr prüfe man „Varianten und Szenarien“ wie der Erste Beigeordnete Cosimo Palomba deutlich machte. Die baulichen Defizite seien klar erkennbar, aber man sei noch nicht soweit, eine konkrete Lösung zu benennen. Aber: „Die Verwaltung ist mit Hochdruck dabei.“ Man führe viele Gespräche und lote die Möglichkeiten aus.

Auf die erhöhte Nachfrage nach Kindergartenplätzen in Gimbte reagiert die Stadt zum Sommer mit einer „Mobilraumlösung“, sprich: Container. „Alle Kinder, die einen Platz in Gimbte brauchen, bekommen auch einen. Niemand muss sich Sorgen machen, dass ein Kind auf der Straße steht“, verdeutlichte Frank Hänel, im Rathaus für Kita-Fragen zuständig. Man gehe aber nicht nur kurz-, sondern auch langfristig von einem dauerhaften Bedarf von zwei Gruppen aus. Wie Anja Riches, Leiterin des Marienkindergartens, berichtete, betreue man ab dem Sommer 38 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren. Zu erwarten sei, dass die Kinder immer jünger werden. „Kinder kommen zum Teil mit vier Monaten in den Kindergarten.“ Das schaffe auch räumlich einen anderen Bedarf. Man brauche unter anderem Schlafräume und Wickelgelegenheiten für die Kleinsten.

Früher war die Kita eine Ein-Gruppen-Einrichtung. Die 20 Plätze aber reichten dann nicht mehr, ein Feuerwehr-Schulungsraum (den auch das Blasorchester nutzte) wurde für den Kindergarten umgebaut. So konnte die Kita 30 Kinder betreuen. Nun steigt die Nachfrage weiter, so dass 40 Plätze gebraucht werden.

Weil also sowohl Kindergarten als auch Feuerwehr Platzbedarf haben, will die Verwaltung den Gesamt-Komplex in den Fokus nehmen. Und das auch, weil das Jugendheim stark beansprucht wird – und zwar auch durch Gruppen, die nichts mit Jugendarbeit zu tun haben. Für die verschiedenen Nutzungen muss der Raum dann immer wieder umgeräumt werden. Das Jugendheim hat auch deshalb an Bedeutung gewonnen, weil seit dem Aus für den Deutschen Herd ein Veranstaltungsraum weggefallen ist. So tagte denn auch der Bezirksausschuss am Donnerstag im Jugendheim.

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