ÖPNV-Angebot in Gimbte
Busanbindung „eine mittlere Katastrophe“

Gimbte -

Für viele Gimbter ist die Anbindung des Dorfes an den ÖPNV ein Ärgernis. Johannes Wilp (CDU) gehört dazu. „Es ist eine mittlere Katastrophe, wie Gimbte im Moment an den Busverkehr angebunden ist“, sagte er am Donnerstag im Bezirksausschuss, dem er vorsteht.

Samstag, 09.02.2019, 16:20 Uhr aktualisiert: 09.02.2019, 16:35 Uhr
Gimbter wünschen sich ein besseres ÖPNV-Angebot.
Gimbter wünschen sich ein besseres ÖPNV-Angebot. Foto: Helmut Fehr

Und doch: Eine Lösung ist nicht in Sicht. Denn die Linie R51, von der sich viele wünschen, sie würde nicht so oft an Gimbte vorbei, sondern durch Gimbte hindurch fahren, wird eben dies wohl weiterhin nicht tun. Beigeordneter Cosimo Palomba hat durchaus Verständnis für das Anliegen der Gimbter. „Man könnte meinen, das ist nicht einsichtig, warum der Bus die Schleife durch Gimbte nicht fährt. Das müsste doch hinzukriegen sein.“ Doch das Thema der Busnetze sei eben deutlicher komplexer, als es auf den ersten Blick erscheine.

André Kintrup , Verkehrsexperte aus dem Rathaus, erläuterte zum Verständnis: „Der Kreis bezahlt die R51, Betreiber ist die RVM und die Busse kommen von Weilke.“ Insofern sei der Kreis Steinfurt – und nur dieser – der richtige Adressat für Forderungen, die Linienführung zugunsten Gimbtes zu ändern. Eben diese Forderung hat die Stadt auch mehrfach platziert, unter anderem als der Kreis einen neuen Nahverkehrsplan erstellen ließ. Doch alle Appelle brachten nichts. Der Kreis habe die Linie als „Premium-Produkt“ definiert, eine solche Linie könne nicht in jedem Ortsteil halten, gab Kintrup die Einschätzung des Kreises wieder.

Es sei durch die Fahrten am Morgen und am Nachmittag zudem gewährleistet, dass Berufstätige ihre Arbeitsstelle und Schüler ihre Schule erreichten und zurückkämen – zumindest zu den üblichen Zeiten. „Es ist mitnichten so, dass Gimbte nicht angeschlossen ist“, sagte Kintrup. Der Wunsch nach einer besseren Taktung sei gleichwohl „total verständlich. Der Kreis hat das aber leider nicht gemacht. Wir sehen absolut keine Möglichkeit, eine Änderung zu erreichen. Die Möglichkeiten der Stadt Greven sind erschöpft.“ Insofern appellierte er an die Gimbter, die Appelle an den Kreis zu richten und nicht an die Stadt.

„Es geht um die Anbindung nach Münster“ 

Tobias Ahlert ( CDU ) bekannte: „Es ist zwar für die Stadt Greven nicht schön, dass die Gimbter mehr nach Münster orientiert sind, aber es geht um die Anbindung nach Münster.“ Der Fahrplan passe nicht zum Bedarf – insbesondere bei Oberstufenschülern nicht. Im Nahverkehrsplan sei von einem Zweistundentakt die Rede. „Das ist definitiv nicht so.“

Kintrup erwiderte: „Nochmal: Ich persönlich würde ihnen jeden Bus nach Gimbte schicken, den sie brauchen.“ Aber die Stadt sei der falsche Adressat für Forderungen. „Das ist die einzige Chance: Aktivieren Sie Ihre Kreistagsleute, üben Sie Druck auf den Kreis Steinfurt aus.“

Vorwürfe, dass die Gimbter von der Stadt nicht gut vertreten würden und Forderungen beim Kreis nicht ernsthaft genug vorgetragen worden seien, mochten weder Kintrup noch Palomba so stehen lassen. „Wie setzen uns für unsere Ortsteile ein, mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln“, verdeutlichte der Beigeordnete, der zudem anregte, über andere Lösungen (Eigeninitiative, Bürgerbus) nachzudenken.

Die Stadt will nun (nochmal) mit Münster über eine Stadtbus-Linie reden, die bis Gimbte verlängert werden könnte.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6378200?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F
Krähen zieht es in die City
Krähen gelten als Allesfresser. Nach Schätzungen der Verwaltung leben im Stadtgebiet mehrere Tausend Vögel dieser Art. Zuletzt wurden innerhalb eines Jahres 1700 Vögel geschossen.
Nachrichten-Ticker