Brandschutz für die Rönnehalle
„Sicherheit muss Vorrang haben“

Greven -

Die Karnevalisten haben ihre Prinzenproklamation schon in die Emssporthalle verlegt. Die Abschlussparty der Gesamtschule im Sommer wird sicherlich auch nicht in der Rönnehalle stattfinden können. „Als Versammlungsstätte für außersportliche Veranstaltungen mit 200 oder mehr Teilnehmern ist die Rönnesporthalle aufgrund der deutlich gestiegenen gesetzlichen Vorgaben für den Brandschutz bis auf weiteres nicht mehr nutzbar“, verdeutlicht Wolfgang Jung von der Pressestelle der Stadt.

Dienstag, 12.02.2019, 15:56 Uhr
Sport kann auch weiterhin in der Rönnehalle betrieben werden. Aber außersportliche Veranstaltungen mit 200 oder mehr Teilnehmern – im Bild die Show des Sports – sind bis auf weiteres nicht mehr möglich. Derzeit werden die Kosten abgeklärt, die entstünden, wenn dies wieder ermöglicht werden soll.
Sport kann auch weiterhin in der Rönnehalle betrieben werden. Aber außersportliche Veranstaltungen mit 200 oder mehr Teilnehmern – im Bild die Show des Sports – sind bis auf weiteres nicht mehr möglich. Derzeit werden die Kosten abgeklärt, die entstünden, wenn dies wieder ermöglicht werden soll. Foto: Jannis Beckermann

Eine verwaltungsinterne Arbeitsgruppe sei derzeit damit beschäftigt, genau zu prüfen, welche Maßnahmen getroffen werden müssten, um die bestehenden Gebäude als Veranstaltungsstätten nutzen zu können, die allen infrastrukturellen und gesetzlichen Vorgaben gleichermaßen genügen. „Es ist dann auch zu klären, wie groß der Aufwand sein müsste, um diese Anforderungen zu erfüllen.“

Angesichts der überschaubaren Anzahl von Veranstaltungen mit mehr als 200 Personen werde dann zu entscheiden sein, welcher Aufwand gerechtfertigt sei und wie viele „Versammlungsstätten“ man sich unter dem Strich leisten müsse. Ab einer Teilnehmerzahl von 200 Personen gelten deutlich schärfere Sicherheits- oder Brandschutzvorgaben.

Klar ist aber auch: Sportliche Veranstaltungen können in der Rönnehalle auch weiterhin mit einer deutlich höheren Gesamtzahl als 200 Personen – Akteure auf dem Spielfeld plus Personen im Zuschauerbereich – durchgeführt werden. „Es geht bei diesen Vorschriften darum, wie viele Menschen sich im Innenraum aufhalten. Der Tribünenbereich ist und bleibt für mehr Menschen zugelassen.“

Die von der Verwaltungsinternen Arbeitsgruppe erarbeiteten Vorschläge werden demnächst den zuständigen Fachausschüssen vorgelegt. „Da Greven mit der Emssporthalle und auch mit dem Ballenlager gleich zwei Versammlungsstätten für außersportliche Veranstaltungen mit mehr als 200 Teilnehmern hat, besteht aber kein übermäßig dringender Handlungsbedarf“, so Jung .

Letztendlich gelte es, die Tauglichkeit der Halle als Versammlungsstätte für mehr als 200 Personen zu bewerten. „Da müssen eine Vielzahl von Faktoren berücksichtigt werden.“ Jung nennt als Beispiel die Zahl und Breite der Fluchtwege, die verwendeten Baustoffe oder auch die Frage, ob die Leistung der Lüftungsanlage möglicherweise nicht ausreichend sein könnte. „Die nach heutigen Gesichtspunkten zu leicht brennbaren Materialien, die in der Rönnesporthalle seinerzeit verbaut worden sind, sind nur ein Mangelfaktor unter vielen.“

Letztendlich gelte aber: Genauigkeit geht vor Schnelligkeit. „Denn die Sicherheit der Besucher muss immer Vorrang vor allen anderen Fragestellungen haben.“

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