Neue Mitarbeiter für die Mobile Jugendarbeit im Hansaviertel
Neue Gesichter, neue Ideen

Greven -

Direkt nach dem Pressetermin? „Raus, auf die Straße“, sagt Christina Tenger. Was sie damit meint: Raus zu den Jugendlichen, zu ihrer Zielgruppe. Sie hat genau wie Jan Kattner am 1. November ihre neue Stelle in der Mobilen Jugendarbeit Hansaviertel angetreten.

Donnerstag, 14.02.2019, 10:13 Uhr aktualisiert: 14.02.2019, 10:20 Uhr
Mobile Jugendarbeit – das heißt: gezielt zu den Jugendlichen gehen und das Gespräch suchen. In den ersten Wochen war das für Christina Tenger und Jan Kattner besonders wichtig.
Mobile Jugendarbeit – das heißt: gezielt zu den Jugendlichen gehen und das Gespräch suchen. In den ersten Wochen war das für Christina Tenger und Jan Kattner besonders wichtig. Foto: Oliver Hengst

Beide wohnen nicht in Greven und haben sich dennoch – oder genau deshalb – bewusst für Greven entscheiden. „Ein bisschen Abstand ist gut“, sagt Christina Tenger .

„In den ersten Wochen haben wir unter anderem die Cliquen-Arbeit im Vierteil kennengelernt“, berichtet Jan Kattner . „Man muss sich erstmal einen Namen machen, muss sich bei den Jugendlichen bekannt machen.“ Vor allem bei denen, die die beiden Streetworker auf der Straße ansprechen. Durchs Viertel gehen, ins Gespräch kommen, auf Angebote im Begegnungszentrum Hansaviertel hinweisen – das gehört zum täglich Brot von Streetworkern. In der Regel geschieht dies am frühen Nachmittag, wenn die Kids aus der Schule kommen. „Wir waren aber auch schon mal nachts unterwegs“, sagt Kattner. Es sei wichtig zu erfahren, wo sich die jungen Leute aufhalten, wo ihre Treffpunkte, wie ihre Gewohnheiten sind. Man muss sie eben da abholen, wo sie sind.

Von den Jugendlichen werden die beiden Neuen „von Woche zu Woche besser wahrgenommen“, sagt Christina Tenger. „Ein ganz schönes Gefühl.“ Anfangs, ergänzt Kattner, habe niemand das neue Hansaviertel-Duo gekannt. Nun, nach einigen Wochen, „wird man schon von weitem gegrüßt, allerdings auch noch nicht von jedem“, sagt er schmunzelnd.

Dass ein Mann und eine Frau eingestellt wurden, sei kein Zufall, sondern „ausdrücklich gewünscht gewesen“, sagt Georg Dodt, der das Fachteam „Jugendarbeit Greven“ leitet und nach dem Ausscheiden einer Kollegin übergangsweise auch mehr Präsenz im Hansaviertel gezeigt hat.

Neue Mitarbeiter bringen neue Ideen mit. So sieht Jan Kattner, der in einer Band spielt, gute Chance, beim Thema Musik anzuknüpfen. Es gebe einen Probenraum im Haus, der noch Kapazitäten für weitere Bands oder ungezwungene Projekte biete. Auch Aufnehmen und Mischen sei im hauseigenen Studio möglich – quasi eine Steilvorlage für Sänger und Gitarrist Jan Kattner (der übrigens mal mit seiner Band beim Backyard-Festival spielte, ohne zu ahnen, dass er Jahre später mal beruflich bei der Jugendarbeit Greven landen würde).

Christina Tenger möchte unter anderem die Mädchenarbeit intensivieren. Sie wolle Mädchen stärken und sie gezielt ermuntern, die bisweilen von Jungen dominierten offenen Angebote intensiver zu nutzen.

Apropos offene Angebote: Immer freitags öffnet im Hansaviertel-Zentrum die „Streetbar“, die Jugendliche von 17 bis 20 Uhr ansteuern können – ein Angebot, das die neuen Jugendarbeiter ganz frisch wieder haben aufleben lassen. „Auch, um kleinere Gruppen oder Einzelpersonen zu erreichen“, erläutert Christina Tenger.

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