Josef-Kirche
Der Bagger hat das Sagen

Greven -

Nach langen und kontroversen Diskussionen hat jetzt der Bagger das Sagen. Gestern wurde mit den Abrissarbeiten an der Josef-Kirche begonnen. Die sollen etwa vier bis sechs Wochen dauern, im Anschluss sollen direkt die Arbeiten für den Neubau beginnen. Die Ausschreibung dafür läuft.

Dienstag, 19.02.2019, 16:53 Uhr aktualisiert: 19.02.2019, 17:00 Uhr
Abreißen geht natürlich schneller als neu bauen. Doch trotzdem sind für den Abriss der Josef-Kirche etwa vier bis sechs Wochen veranschlagt.
Abreißen geht natürlich schneller als neu bauen. Doch trotzdem sind für den Abriss der Josef-Kirche etwa vier bis sechs Wochen veranschlagt. Foto: Peter Beckmann

Es wurde viel darüber diskutiert, darüber gestritten. Am Montagmorgen dann der Anfang vom Ende. Die Bagger hatten das Wort und gingen auch gleich richtig zur Sache. Die Josef-Kirche wird abgerissen. Und so spektakulär schnell das Ganze auch aussehen mag, die Arbeiten werden rund vier bis sechs Wochen andauern.

Als erstes in Angriff genommen wurde das Dach des Kirchenschiffs. Und das war ruck-zuck auch weg. „Kein Wunder“, erklärte Küster Peter Öchsner. „Das Dach bestand nur aus der Holzkonstruktion, einer Art Dachpappe und den Dachziegeln.“ Das sei auch ein Grund dafür gewesen, dass die Heizkosten für die Kirche so immens gewesen seien. „Als die Kirche gebaut worden ist, kostete Heizöl eben auch nur ein paar Pfennige, da hat niemand darauf geachtet.“

Nach und nach werden die Bagger weiter arbeiten. Ab dem kommenden Montag ist dann der Turm der Kirche dran. Und das wird spektakulär. „Da wird ein kleiner Bagger auf den Turm gesetzt, der von dort aus arbeitet“, erzählt Öchsner.

Und er weiß auch, warum die Arbeiten so lange dauern. „Die Kirche ist auf ein Grundstück gebaut worden, dass sehr feucht war.“ Damals hätten die Erbauer jede Menge „Speis“ – heute nennt man das Beton – für das Fundament verwendet, um der Kirche einen sicheren Stand zu verschaffen. „Das muss natürlich alles raus.“ Ein hartes Stück Arbeit für die Arbeiter. Außerdem muss natürlich auch das anfallende Abbruch-Material getrennt werden.

Und nach dem Abriss ist vor dem Neubau. „Wir wollen relativ zeitnah mit dem Neubau beginnen, die Ausschreibung dafür läuft schon“, sagte Verwaltungsreferent Michael Hüttermann auf Anfrage. Die Bauzeit für den Neubau werde sich auf etwa ein Jahr belaufen.

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