Franziskus-Bücherei hat die Ausleihe auf ein Computer-System ungestellt
Persönliche Note bleibt wichtig

Reckenfeld -

Der Kollege Computer kann helfen, aber er kann den Menschen nicht überflüssig machen - zumindest hier nicht: in der Franziskusbücherei. Dort ist die persönliche Beratung unverändert wichtig - auch nach der Umstellung auf EDV.

Sonntag, 24.02.2019, 12:06 Uhr aktualisiert: 24.02.2019, 12:40 Uhr
Claudia Waltring, Edith Zurheide und Marion Hüttemann haben die Sache im Griff. Kollege Computer funktioniert, der erste Ausleih-Tag nach der Wiedereröffnung birgt allenfalls kleine Überraschungen.
Claudia Waltring, Edith Zurheide und Marion Hüttemann haben die Sache im Griff. Kollege Computer funktioniert, der erste Ausleih-Tag nach der Wiedereröffnung birgt allenfalls kleine Überraschungen. Foto: oh

„Etwas Geduld müssen die Leser schon

  Foto: Oliver Hengst

mitbringen“, sagt Claudia Waltring. „Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.“ Sie sagt das wenige Momente bevor die ersten Kunden kommen. Drei Wochen hatte die Franziskusbücherei geschlossen, um das Ausleihsystem auf Computer umzustellen. Nun die bange Frage: Wird alles funktionieren? Nervös? Nein, das sei sie nicht, sagt Edith Zurheide , ehrenamtliche Mitarbeitern. „Aber etwas Respekt hat man schon.“

Wenige Augenblicke später stellt sich heraus: Jegliche Skepsis ist unbegründet, alles läuft wie am Schnürchen. „Wir haben das natürlich vorher ausprobiert. Wir haben hier Bibliothek gespielt“, sagt Claudia Waltring über die vergangenen drei Wochen. Alle Mitarbeiter wurden geschult. Aufwand, der sich auszahlt. Am Tag eins läuft alles wie am Schnürchen.

Die Vorarbeiten waren schon im September angelaufen. Da begannen einige Bücherei-

  Foto: Oliver Hengst

Aktive damit, die Bücher zu katalogisieren, sie also ins PC-System einzupflegen. Eine Sisyphos-Arbeit. „Letztes Jahr war ich im Grunde jede freie Minute hier“, sagt Claudia Waltring, , die das rund zehnköpfige ehrenamtliche Team leitet. Sie macht auch kein Geheimnis daraus, dass einige ältere Mitarbeiterinnen die PC-Einführung zum Anlass nahmen, ihr Engagement einzustellen. Die Auseinandersetzung mit moderner Technik – nicht jedermanns Sache. Diejenigen, die sich darauf einließen, sind laut Claudia Waltring positiv gestimmt. „Wir freuen uns tierisch drauf.“ Denn die neue Technik biete auch neue Möglichkeiten. Das System sei sicherer, ermögliche eine leichtere Recherche und öffne auch den Kunden eine Türen. Unter anderem sollen Nutzer ausgeliehene Medien online verlängern können. „Im Grunde geht alles, was in der Stadtbibliothek auch geht“, sagt die Leiterin selbstbewusst. Und das ist bekanntermaßen eine ganze Menge. Trotz der Technik: „Wir sind auch weiterhin eine Bücherei, mit der man reden kann.“ Die persönliche Note soll nicht verloren gehen. Jeder hier weiß: Sie ist eine der Stärken einer kleinen, feinen Bücherei.

Neu im Angebot sind Familienmitgliedskarten für 15 Euro pro Jahr. Und eine weitere Neuerung ist zumindest schon gedanklich vorbereitet: ein Café im Foyer der Bücherei. Dies soll auch Gelegenheit bieten, in aller Ruhe in druckfrischen Ausgaben der angebotenen Zeitschriften zu blättern (die zunächst nicht ausgeliehen werden können).

  Foto: Oliver Hengst

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6410800?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F
Suche nach Einbrechern: Polizei veröffentlicht Fahndungsfoto
Diebstahl von Tresor: Suche nach Einbrechern: Polizei veröffentlicht Fahndungsfoto
Nachrichten-Ticker