26-jähriger Mann aus Eritrea belästigt Kind
„Ich hab es sofort bereut“

Greven/Saerbeck -

Ein 26-jähriger Mann aus Eritrea wurde jetzt vom Jugendschöffengericht in Rheine wegen „beischlafähnliche Handlungen“ an einem siebenjährigen Kind zu zwei Jahren und sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt.

Dienstag, 26.02.2019, 09:18 Uhr aktualisiert: 26.02.2019, 09:40 Uhr
26-jähriger Mann aus Eritrea belästigt Kind: „Ich hab es sofort bereut“
Foto: dpa

Es geschah am 4. November des vergangenen Jahres im Bus vom Flughafen in Greven nach Saerbeck, als ein 26-jähriger Mann aus Eritrea „beischlafähnliche Handlungen“ an einem siebenjährigen Kind beging, das er aus der gemeinsamen Flüchtlingsunterkunft in Ibbenbüren kannte. Gestern wurde der Angeklagte aus der Untersuchungshaft seiner Gerichtsverhandlung beim Jugendschöffengericht in Rheine vorgeführt und wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes zu zwei Jahren und sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt. Mit dem Urteil folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft . Danach musste er zurück ins Gefängnis, „weil Fluchtgefahr besteht“, wie der Richter erklärte. Sein Geständnis wirkte sich strafmildernd aus.

Der Angeklagte sagte nach dem Antrag der Staatsanwältin: „Ich bin ja nur noch ein Jahr in Deutschland“, länger sei ihm nicht Asyl gewährt worden. Er wolle auf jeden Fall zurück in sein Heimatland, betonte seine Verteidigerin. Sie gab zu bedenken, dass der Angeklagte sofort ein umfassendes Geständnis abgelegt und damit dem Kind die Anhörung vor Gericht erspart hätte. Zudem sei er hier nicht vorbestraft.

Zur Tat: Gemeinsam seien sie in den Bus eingestiegen. Er kannte das Mädchen flüchtig aus der Unterkunft in Ibbenbüren. Sie sei zu ihm gekommen, hätte sich auf seinen Schoß gesetzt. Er küsste sie auf den Mund mit der Zunge. Laut Anklage soll das Mädchen daraufhin „Halt, stopp“ gesagt haben. Der Angeklagte behauptete, dass sie erst im weiteren Verlauf, als er unter ihre Kleidung gegriffen und sie im Schambereich angefasst hätte, vor Schmerz aufgeschrien und „Stopp“ gerufen hätte. Der 26-Jährige bestätigte die Anklage und hatte keine Erklärung für sein Verhalten. „Ich habe es sofort danach bereut“, sagte er.

Die Mutter der Siebenjährigen berichtete als Zeugin unter Tränen, dass ihre Tochter mit schreckgeweiteten Augen im Bus zu ihr gekommen sei und ihr davon erzählt hätte. Sie sei daraufhin in Saerbeck ausgestiegen, zu Bekannten und von dort zur Polizei gegangen.

Erst eine Woche später hätte ihre Tochter ihr gesagt, dass er gedroht hätte, ihr etwas anzutun, wenn sie jemandem davon erzählen würde. „Seitdem hat sie Angst, das Haus zu verlassen, kann schlecht schlafen und hat Probleme in der Schule“.

Das Kind ist in einer Trauma-Behandlung der Universitäts-Klinik Münster.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6420116?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F
Umweltministerin Svenja Schulze verteidigt Klimaschutz-Paket
Umweltministerin Svenja Schulze verteidigt im Gespräch mit unserer Zeitung die Beschlüsse des Klimakabinetts.
Nachrichten-Ticker