Städtebaulicher Realisierungswettbewerb Ortsmitte Reckenfeld
Ganz Europa will mitplanen

Reckenfeld -

Insgesamt haben sich 115 Planungsbüros aus ganz Europa für den „Städtebaulichen Realisierungswettbewerb: Wohnen in der Ortsmitte Reckenfeld“ beworben. Gestern trafen sich Vertreter der übriggebliebenen Planungsbüros im Rathaus zu einem Einführungskolloquium.

Dienstag, 26.02.2019, 18:53 Uhr aktualisiert: 26.02.2019, 19:01 Uhr
Gestern trafen sich die Vertreter der beteiligten Planungsbüros im Rathaus. Ihnen wurden noch einmal die Kriterien des Wettbewerbs vorgestellt. Anschließend ging es nach Reckenfeld für einen Lokal-Termin.
Gestern trafen sich die Vertreter der beteiligten Planungsbüros im Rathaus. Ihnen wurden noch einmal die Kriterien des Wettbewerbs vorgestellt. Anschließend ging es nach Reckenfeld für einen Lokal-Termin. Foto: Peter Beckmann

Das Ganze nennt sich „Städtebaulicher Realisierungswettbewerb: Wohnen in der Ortsmitte Reckenfeld“. Und: Dieser Wettbewerb ist ein absoluter Renner. Denn insgesamt haben sich sage und schreibe 115 Planungsbüros aus ganz Europa für diesen Wettbewerb beworben – darunter Büros aus Madrid, Rotterdam, Wien und Zürich. Fünf Büros waren im Vorfeld gesetzt, zehn wurden – unter juristischer Beaufsichtigung – ausgelost. Gestern trafen sich Vertreter der übriggebliebenen Planungsbüros im Rathaus zu einem Einführungskolloquium.

Im Vorfeld hatte die Jury noch einmal die Kriterien besprochen, die Grundlage der Bewerbung sein sollen. Auf dem 4,6 Hektar großen Gebiet des Sportplatzes und der ehemaligen Hauptschule sollen 150 bis 180 Wohneinheiten geschaffen werden, 20 Prozent davon sozial gefördert. Gefordert wird eine ausgewogenen Mischung von Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser – überwiegend zweigeschossig.

Des weiteren ist ein Bürgerhaus angedacht mit einer Nutzfläche von mindestens 300 Quadratmetern und einem Außenbereich von etwa 400 bis 600 Quadratmetern. „Das Bürgerhaus muss aber nicht unbedingt im südlichen Gebäudeteils der ehemaligen Schule untergebracht werden“, verdeutlichte Carsten Lang vom Büro Wolters und Partner, das das Projekt betreut.

Ebenfalls ein Kriterium ist ein Mehrgenerationenpark in einer Größe von 2000 Quadratmetern und schließlich auch die Vernetzung des neuen Wohnbereiches mit der Ortsmitte.

Hört sich alles toll an. Aber natürlich ist es auch besser, wenn man sich die Gegebenheiten vor Ort anschaut. Und genau das machten die Vertreter der beteiligten Büros in Begleitung von Vertretern der Verwaltung auch. Per Bus ging es nach Reckenfeld.

Ja, und dann geht es an die Arbeit. Bis zum 17. April müssen die Arbeiten der Planungsbüros abgegeben werden, am 15. Mai tagt dann das Preisgericht, dass sich aus fünf Architekten und Stadtplanern, Bürgermeister Peter Vennemeyer, dem Fachbereichsleiter Stadtentwicklung Matthias Herding, dem Vorsitzendes des Ausschusses für Stadtentwicklung, Jürgen Diesfeld, und dem Vorsitzenden des Bezirksausschusses, Klaus-Dieter Niepel, zusammen setzt. Mit beratender Stimme sind auch fünf Politiker aus Reckenfeld dabei.

Alle zusammen haben dann die Aufgabe, aus den eingereichten Arbeiten die drei besten auszusuchen. Diese werden öffentlich ausgestellt, jeder Entwurf hat nach umfassender fachlicher Prüfung die Chance auf Realisierung.

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