Gäste aus Montargis im Rathaus begrüßt
Bekannte und viele neue Gesichter

Greven -

Sie sind mit einem ganzen Reisebus in der Emsstadt angekommen und wirken so, als seien sie gekommen, um zu bleiben: Zahlreiche Gäste aus Montargis in Frankreich haben sich im Grevener Karneval wieder traditionell unter das närrische Volk gemischt und pflegen so die deutsch-französischen Beziehungen. Am Samstag wurden sie offiziell im Rathaus empfangen.

Sonntag, 03.03.2019, 17:10 Uhr aktualisiert: 05.03.2019, 17:06 Uhr
Auf die gelebte Städtepartnerschaft stießen Gastgeber und Gäste am Samstagvormittag im Rathaus an.
Auf die gelebte Städtepartnerschaft stießen Gastgeber und Gäste am Samstagvormittag im Rathaus an. Foto: Jens Keblat

„Der Grundgedanke der Völkerverständigung ist nach wie vor ein wichtiger Antrieb für die Zusammenarbeit, gerade in Zeiten weltweiter Verwerfungen und Skepsis gegenüber der EU und ihren Institution.“ Mit Worten wie diesen begrüßte Bürgermeister Peter Vennemeyer am Samstagvormittag im Rathaus die Gäste aus Montargis, die das große Karnevalswochenende auch in diesem Jahr wieder traditionell miterleben und begleiten.

Vennemeyer lobte die Bürger aus Montargis, weil sie besonders offene Menschen seien und zeigte sich positiv überrascht von den zahlreichen französischen Gästen in seiner Stadt: „Ich bin jedes Jahr begeistert, nicht nur bekannte Gesichter begrüßen zu dürfen, sondern auch viele neue. Das zeigt, dass unsere Städtepartnerschaft von dynamischer Weiterentwicklung geprägt ist.“ In seiner Rede erinnerte Vennemeyer vor allem an das zuletzt gefeierte 50-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft. Vennemeyer weiter: „Der ständige Wunsch, eine andere Kultur besser kennenzulernen, gegenseitige Befangenheit abzubauen und das Einfühlungsvermögen für eine andere Kultur zu schärfen, war und ist eine ursprüngliche Zielsetzung unserer Städtepartnerschaft. So können wir auf kommunaler Ebene einen wichtigen Beitrag leisten, Frieden zu schaffen und diesen auch dauerhaft zu wahren.“

Seine Amtskollegin Hilary Lyon aus Crowborough hingegen nutzte die Gelegenheit, vor allem noch einmal an die Anfänge der Städtepartnerschaft zu erinnern und würdigte dabei auch viele Schlüsselpersonen, von denen einige inzwischen verstorben sind. Auch sie zeigte sich von dem besonderen Mehrwert dieser gelebten Städtepartnerschaft überzeugt: „Angesichts des sich entwickelnden Europas, das von Technokraten und Politikern auf nationaler Ebene konzipiert wurde, machen Städtepartnerschaften die menschliche Dimension aus, die die Europäer vermissen. Im Zeitalter der Globalisierung treffen die Probleme der einen Menschen auf die Probleme der anderen. Deshalb bin ich nach wie vor überzeugt, dass durch Städtepartnerschaften Ausgewogenheit, Mäßigung, Verständnis, Wertschätzung und gegenseitiger Respekt entstehen.“ Im Rahmen des Empfangs tauschten die zahlreichen Akteure der Städtepartnerschaft als Zeichen der Anerkennung Gastgeschenke und Verdienstorden aus.

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