SCR stellt sein Bauprojekt am Wittler Damm vor
Sportplatz zum Selbermachen

Greven -

Der SCR wird die Sportanlage am Wittler Damm in Eigenregie erweitern. Der Vorsitzende Andrew Termöllen stellte den Politikern den Plan vor, der rund zwei millionen günstiger ausfallen wird, als von der Stadt geplant.

Freitag, 08.03.2019, 06:24 Uhr aktualisiert: 08.03.2019, 06:30 Uhr
Das Gelände am Wittler Damm, so wie es heute aussieht. Die Animationen mit den Neubauten wird der SCR am kommenden Dienstag im Deutschen Haus präsentieren.
Das Gelände am Wittler Damm, so wie es heute aussieht. Die Animationen mit den Neubauten wird der SCR am kommenden Dienstag im Deutschen Haus präsentieren. Foto: SC Reckenfeld

Andrew Termöllen muss sich bewegen. Er ist ja auch Vorsitzender des Sportclubs Reckenfeld von 1928. Also bewegt sich der Macher des SCR mit seinem Mikrofon durch den Ratssaal, als er am Mittwoch dem Sportausschuss sein Großprojekt am Wittler Damm vorstellt. Sonst ist es hier steifer.

Erstmals sehen die Ausschussmitglieder, was die Selfmade-Sportplatzplaner aus Reckenfeld in den vergangenen Monaten entwickelt haben. „Eine wunderbare sportliche Entwicklung“, kommentiert das SPD-Mitglied Ralf Brinkbäumer .

„Dieses Projekt verfolgen wir mindestens zehn Jahre lang“, sagt Termöllen, der die zahlreichen Enttäuschungen im Verlauf der Planungen nicht verschweigt, „aber jetzt wird es richtig schnuckelig.“

Gegenüber dem ursprünglichen Kostenvoranschlag der Stadt, der Baukosten von 4,5 Millionen Euro vorsah – und schon einige Jahre zurückliegt –, will der SC Reckenfeld mit den 2,5 Millionen Euro auskommen, die ihm vom Rat zugebilligt wurden. Termöllen ist sich sicher, dass er dabei keine Qualitätseinbußen zu verzeichnen hat. Allerdings glaubt der Banker, dass man als Verein ganz andere Kondition verhandeln kann als sie die Stadt erzielen könnte.

Gebaut werden sollen unter anderem ein großer und ein kleiner Kunstrasenplatz, eine Finnenbahn und die großzügige Mehrzweckhalle mit angegliedertem Vereinsheim. „Möglicherweise“, so Termöllen, „müssen wir zunächst auf ein Beachvolleyballfeld und die Boulebahn verzichten.“ Aber immerhin sei ja ein Volleyballfeld vorhanden.

Das Vereinsheim wird durch Trennwände variabel nutzbar sein, dass man auf der kleinsten Fläche 50 bis 60 Personen unterbringen kann, im erweiterten Bereich bis 199. Für Großveranstaltungen kann auch die Mehrzweckhalle hinzugezogen werden (331 Quadratmeter).

Start der Bauarbeiten soll bereits in diesem Monat sein. Im September / Oktober rechnet der Verein bereits mit der Fertigstellung.

CDU-Fraktionschef Jürgen Diesfeld wollte noch sichergehen, dass das Gebäude nicht nur für die Vereinszwecke des SCR genutzt werden kann.

In der Vereinbarung mit der Stadt wird nun deutlich gemacht, so Frank Hänel, Fachdienstleiter der Stadt, dass auch andere Vereine das Gebäude nutzen können. „Allerdings“, so Hänel, „entsteht in Sichtweite mit der neuen Schulmensa ein Mehrzweckraum, der für kulturelle Zwecke genutzt werden kann.“ Damit werde entsprechender Bedarf gedeckt.

Schulausschussvorsitzender Dr. Michael Kösters-Kraft machte darauf aufmerksam, dass sich die Stadt langfristig auf einen Pachtvertrag für das Gelände geeinigt habe. Auch das koste Geld.

Für Andrew Termöllen ärgerlich ist, dass er vor dem ersten Spatenstich bereits 200 000 Euro für Gutachten ausgeben musste, um die Baugenehmigung zu erhalten: „Schon erstaunlich, was das alles kostet.“

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