Projektwoche in der Mariengrundschule
Otmar Alt inspiriert 380 Kinder

Greven -

Die Schüler der Mariengrundschule haben sich mit dem Künstler Ottmar Alt beschäftigt. Aber nicht nur theoretisch. Im Zuge der kreativen Auseinandersetzung mit der Kunst von Otmar Alt sollen auch Kunstwerke entstehen.

Montag, 18.03.2019, 21:43 Uhr aktualisiert: 18.03.2019, 22:00 Uhr
Die farbenfrohe Kunst von Otmar Alt steht im Mittelpunkt einer kreativen Projektwoche. Birgit Schulte-Altedorneburg, Hans-Georg Hunold, Marita Lödde-Wilken (hinten von links) und einige Kinder präsentieren Vor-Ergebnisse.
Die farbenfrohe Kunst von Otmar Alt steht im Mittelpunkt einer kreativen Projektwoche. Birgit Schulte-Altedorneburg, Hans-Georg Hunold, Marita Lödde-Wilken (hinten von links) und einige Kinder präsentieren Vor-Ergebnisse. Foto: Oliver Hengst

Viele neue Klassenräume und Flure, die noch ungeschmückt sind – das will die Mariengrundschule ändern. Man möchte die Wände aber nicht einfach „vollhängen“, sondern „sie für uns erobern“, sagt Schulleiterin Marita Lödde-Wilken. Eine Projektwoche Anfang April bietet den Rahmen, die Vorarbeiten sind längst im Gange.

Im Zuge der kreativen Auseinandersetzung mit der Kunst von Otmar Alt sollen Kunstwerke entstehen. Eine Woche lang werden Mathe, Deutsch und Co. in den Hintergrund rücken. Die erste Aprilwoche steht ganz im Zeichen der Kunst. Alle rund 380 Schüler werden sich an der kreativen Aktion beteiligen – und haben damit im Grunde schon begonnen, wie Ideengeberin und Lehrerin Birgit Schulte-Altedorneburg berichtet. Es gebe ein berühmtes ABC von Otmar Alt. Daran angelehnt haben die Schüler bereits eigene Buchstaben entworfen. „Säge-Väter“ haben die Rohlinge aus Holz ausgesägt, die die Kinder in der Projektwoche mit Farbe versehen. „Jede Klasse gestaltet zwei Buchstaben“, erläutert Birgit Schulte-Altedorneburg. Auch Skulpturen und ein Theaterstück (nach einem Otmar Alt-Bilderbuch) werden die Kinder erarbeiten. Die neuen Medien finden ebenso ihre Berücksichtigung: Die Kinder erstellen einen Trickfilm. „Kunst ist nicht nur Malen auf Papier, Kunst ist vielfältiger“, sagt die Lehrerin über das breite Angebotsspektrum während der Projektwoche.

Die farbenfrohe Kunst von Otmar Alt, der in Hamm lebt, ist auch für Kinder gut zugänglich, wie Galerist Hans-Georg Hunold bestätigt. Seine Formensprache lade zur Auseinandersetzung mit den Werken ein. „Ich bin gerne wieder dabei“, sagt Hunold. Wieder – denn vor sieben Jahren gab es schon mal ein gemeinsames Projekt. Damals stand die Kunst von James Rizzi Pate. Lachende Rizzi-Häuser im Schulfoyer zeugen noch von der Aktion. „Die sind immer noch ein Hingucker“, sagt Birgit Schulte-Altedorneburg, die daran arbeitet, den Künstler Otmar Alt auch in die Schule zu holen. Während der Projektwoche wird das wohl nicht klappen, aber vielleicht zur Präsentation der Werke, die in eine Dauerausstellung einfließen sollen – und das, sobald die neuen Räume fertig und bezogen sind.

Dass die Wahl auf Otmar Alt fiel, ist kein Zufall. Die Idee gibt es schon seit Jahren, nun hat sich alles glücklich gefügt. Am kommenden Sonntag wird in der Galerie Hunold (im Beisein von Otmar Alt) eine Ausstellung eröffnet (Bericht dazu folgt). Diese Ausstellung werden sich alle Mariengrundschüler noch vor der Projektwoche ansehen. Im Rahmen einer Rallye werden sie sich intensiv mit der Alt-Kunst beschäftigen. Suchaufgaben laden zum intensiven Erkunden der Werke ein.

Die Projektwoche wird auch möglich dank der Unterstützung einiger Firmen, namentlich des Hagebaumarktes sowie der Tischlerei Holtmann.

Alle hoffen auf langfristige Effekte, wie sie bereits nach der Rizzi-Aktion zu beobachten waren. Von manchen der damals beteiligten Kinder – heute Oberstufenschüler oder in Ausbildung – weiß Lödde-Wilken, dass das damals geweckte Interesse für Kunst bis heute lebendig geblieben ist.

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