Diskussion im Bezirksausschuss
Keine E-Busse für die Blöcke

Reckenfeld -

Die Busse der Linie 250 werden auch künftig durch die Blöcke fahren – und sie werden auf absehbare Zeit nicht elektrisch angetrieben. Die Lokalpolitiker des Bezirksausschusses befassten sich eingehend mit diesen Themen – ohne Konkretes auf den Weg zu bringen.

Mittwoch, 20.03.2019, 06:16 Uhr aktualisiert: 20.03.2019, 14:48 Uhr
Bis auf weiteres werden auf der Linie 250 (und nicht nur dort) weiterhin große Busse mit Verbrenner-Motoren eingesetzt.
Bis auf weiteres werden auf der Linie 250 (und nicht nur dort) weiterhin große Busse mit Verbrenner-Motoren eingesetzt. Foto: oh

Denn für das Betreiben der Linie ist die Stadt selbst gar nicht zuständig, Vorgaben zum Kauf eines E-Fahrzeuges liefen somit ins Leere, betonte Bürgermeister Peter Vennemeyer .

Der hat im Übrigen auch eine klare – private – Meinung zum Thema E-Mobilität: Er hält nichts davon. „Der ökologische Fußabdruck ist wesentlich größer als bei einem Fahrzeug mit Verbrenner-Technik.“ Wer schon mal Land in Afrika gesehen habe, auf dem Lithium abgebaut werde, sehe die E-Mobilität mit anderen Augen. Er betonte aber auch: „Dass wir alternative Systeme brauchen, ist völlig klar.“ Aber: „Das System E-Bus ist nicht ausgereift“, betonte Vennemeyer. Es gebe bundesweit aktuell nur 99 E-Busse. „Wir sind da ein ganz kleiner Player.“

Ernst Reiling von der Fraktion Reckenfeld direkt, die die Anschaffung eines E-Busses sowie externe Beratung beantragt hatte, ist optimistischer. „Wir brauchen einen ökologischen und ökonomischen Busverkehr. Und den haben wir absolut nicht. Wir sollten nicht abwarten, sondern aktiv werden. Greven sollte da sehr aufgeschlossen sein.“

Gemünzt war das auch auf die Ausführungen von André Kintrup , im Rathaus für Verkehrsfragen zuständig. Im Praxiseinsatz gebe es immer noch Probleme mit elektrisch betriebenen Bussen, vor allem mit der Reichweite von etwa 120 Kilometer und durch permanentes Laden geschädigte Akkus. Ein in Münster genutzter Bus sei abgebrannt. „Wir wollen das in Greven nicht unbedingt ausbaden. Wir wollen da keine Pilotgemeinde sein. Und wenn wir es wollten, müssten wir es auch bezahlen. Wir können Weilke nicht vorschreiben, einen solchen Bus zu kaufen.“

Auch kleinere Busse für die Fahrten durch die Blöcke (wie von einem Bürger beantragt) wird es nicht geben. „Das haben wir so nicht in der Hand“, sagte Kintrup. Die Auswahl der Fahrzeuge sei „Teil des wirtschaftlichen Handelns des Busbetreibers Weilke“. Nach drei Jahre laufender Konzession den Einsatz von kleineren oder E-Bussen vorzuschreiben, sei schlicht nicht möglich. Zudem wolle man die Erfahrungen anderer Kommunen mit E-Bussen abwarten.

Auch die von einigen Anwohnern beklagte Auslastung der Busse (angeblich immer leer) wollte Kintrup so nicht stehen lassen. „Wenn ein Bus in Reckenfeld leer ist, ist er in Greven meistens voll.“ Das hänge damit zusammen, welches Ziel angesteuert werde und wo ein- und ausgestiegen werde.

Auch die von der CDU beantragten E-Ladesäulen am Kirchplatz wird es zunächst nicht geben, weil es sich schlicht nicht lohnt. Laut Bürgermeister gibt es drei (!) E-Autos in Reckenfeld. Was Franz-Josef Holthaus konterte: „Man muss die Voraussetzungen dafür schaffen. Wenn Sie eine Kneipe bauen, kommt der Durst von selber.“

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