Ausstellung in der Galerie Hunold: „Otmar Alt . . . und Neu“
Der Alt-Meister gibt wieder Gas

Greven -

Otmar Alt ist ein Künstler der bunten Farben, der heilen Welt. In Greven bereitet Galerist Hans-Georg Hunold eine Ausstellung vor. Auch für ihn: Überraschung ist eingeplant.

Mittwoch, 20.03.2019, 20:43 Uhr aktualisiert: 21.03.2019, 15:52 Uhr
Was wohl als Nächstes zum Vorschein kommt? Galerist Hans-Georg Hunold packt eine Lieferung mit Otmar Alt-Werken aus. Zum Vorschein kommt „Vision mit Kopf“.
Was wohl als Nächstes zum Vorschein kommt? Galerist Hans-Georg Hunold packt eine Lieferung mit Otmar Alt-Werken aus. Zum Vorschein kommt „Vision mit Kopf“. Foto: Privat

„Ein bisschen Wundertüte ist schon dabei“, sagt Hans-Georg Hunold und öffnet den Reißverschluss einer schwarzen Spezial-Tasche. Am Morgen sind die ersten Kunstwerke angekommen, die Teil der nahenden Ausstellung „ Otmar Alt  . . . und Neu“ sein werden. Welche Werke geliefert werden, weiß selbst der Galerist nicht genau. Eine Agentur hat eine Auswahl zusammengestellt. Hinter jedem Reißverschluss wartet eine Überraschung – gut verpackt in reichlich Bläschenfolie.

Das erste Werk, das Hunold von dieser Folie befreit in die Höhe recken kann, heißt „ein süßer Kerl“, von Otmar Alt im Jahr 2007 erschaffen. Es folgt „Vision mit Kopf“ aus dem Jahr 1986.

Wie die Ausstellung letztlich aussehen wird, welche Werke die Highlights sein werden – das müssen der Galerist und sein Team also abwarten. Ein Highlight steht hingegen schon fest: Otmar Alt wird bei der Eröffnung am kommenden Sonntag um 11 Uhr selbst dabei sein. Hunold hatte bislang noch keine Gelegenheit, den in Hamm lebenden Künstler persönlich kennen zu lernen – und freut sich deshalb auf die Begegnung. „Ich hoffe, dass wir zwei angenehme, spannende Stunden miteinander verbringen“, und meint mit „wir“ natürlich auch die kunstinteressierten Besucher der Vernissage.

Dass sich die dreiwöchige Ausstellung realisieren lässt, freut den Galeristen aus einem ganz besonderen Grund: Um Otmar Alt war es zuletzt etwas ruhig geworden. Aber nun startet er offenbar nochmal durch. „Er gibt wieder richtig Gas und hatte zuletzt auch wieder einige überregional Ausstellungen. Er ist anscheinend noch kein bisschen müde“, sagt Hunold. In Greven werden rund 50 bis 60 Werke zu sehen sein – von alten Arbeiten aus den 70er, 80er und 90er-Jahren bis zu aktuellen Werken: Acrylarbeiten auf Leinwand, kolorierte Radierungen, Prägedrucke und Glasskulpturen.

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung in der Galerie (Martinistraße 47-49) wird es für das Publikum eine kenntnisreiche Einführung in das Werk von Otmar Alt (Jahrgang 1940) geben. Auch für Häppchen und Getränke ist gesorgt.

Die Ausstellung kann bis zum 13. April während der üblichen Öffnungszeiten besichtigt werden. Wer Bedarf an einer Führung hat, sollte sich in der Galerie melden. Im Zuge der Ausstellung wird Hunold auch zahlreiche Klassen der Mariengrundschule in der Galerie begrüßen, die im Rahmen einer Projektwoche Otmar Alt kreativ nacheifern (unsere Zeitung berichtete).

Laut Pressemitteilung der Galerie dürfen sich Besucher auf vielfältige Eindrücke freuen: „Als Vertreter der ‚Neuen Figuration‘ stellt der in Hamm lebende Künstler die Figur ins Zentrum seiner Werke. So finden sich menschliche Wesen, Raben, Katzen oder Elefanten in stets farbenfrohem Gewand in seinen Bildern wieder. Seine fantasievollen Werke wirken vordergründig oft heiter und verspielt, doch bei näherer Betrachtung entfalten sich in den Arbeiten tiefgründige und komplexe Geschichten, die den Betrachter in eine andere Welt entführen.“

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