SCR-Sportanlagen am Wittlerdamm
Neubau mit Modellcharakter

Reckenfeld -

Der SCR baut am Wittler Damm seinen eigenen Sportplatz. Wir fassen die wichtigsten Fragen dazu zusammen.

Donnerstag, 21.03.2019, 07:44 Uhr aktualisiert: 21.03.2019, 07:50 Uhr
Umkleide für Spieler und Schiedsrichter, Kegelbahn, Sporthalle, Nebenräume und ein variabel nutzbares Vereinsheim werden im Neubau ihren Platz finden. Von der Außenterrasse hat man alle drei Sportplätze im Blick.
Umkleide für Spieler und Schiedsrichter, Kegelbahn, Sporthalle, Nebenräume und ein variabel nutzbares Vereinsheim werden im Neubau ihren Platz finden. Von der Außenterrasse hat man alle drei Sportplätze im Blick. Foto: SCR

Die ersten Pflöcke sind eingeschlagen. Die künftigen Ausmaße des SCR-Neubaus am Wittlerdamm sind erkennbar. Bald soll es mit den Bauarbeiten losgehen.

Liegt inzwischen eine Baugenehmigung vor? Die Baugenehmigung für das Vereinsheim ist nach Auskunft der Stadt erteilt und müsste dem Verein in Kürze vorliegen. Die Genehmigung für den Sportplatz sei noch nicht erteilt, weil dem Bauordnungsamt noch einige Unterlagen fehlten. Die Stadt geht davon aus, „dass diese Feinabstimmung zwischen Verein und Stadt demnächst erledigt ist.“

Die Pflöcke sind schon eingeschlagen. Foto: Oliver Hengst Der SCR hätte gern schon längst angefangen. Woher die Verzögerung? Wenn es zu Verzögerungen im Genehmigungsverfahren komme, liege das „häufig nicht daran, dass die Bauordnung zu langsam arbeitet“, sondern daran, dass wichtige Unterlagen noch nicht vorlägen, führt die Stadt auf Anfrage aus. Diese seien „aber wichtig, um beispielsweise die Belange der Nachbarn zu schützen – im Falle des Vereinsheims musste zum Beispiel noch ein schalltechnisches Gutachten erstellt werden.“ Bei komplexen Vorhaben sei eine Genehmigungsdauer von vier bis fünf Monaten völlig normal, im Vergleich mit anderen Kommunen gleicher Größenordnung liege Greven da sogar ganz gut.

Was entsteht am Wittlerdamm? Der jetzige Rasenplatz wird ergänzt um einen kleinen und einen großen Kunstrasenplatz, eine Finnenbahn, Leichtathletik-Anlagen, Tribünen und ein multifunktionales Gebäude. Der bestehende Parkplatz erhält einige Wohnmobil-Stellplätze.

Animation des künftigen Vereinsheims. Foto: SCR Was entsteht innerhalb des Gebäudes? Eine rund 300 Quadratmeter große Sporthalle, sechs Umkleidekabinen, eine vierzügige Kegelbahn, Büro- und Lagerräume (auch für die Geschäftsstelle) sowie ein variabel teilbares Vereinsheim, das auch für Feierlichkeiten unterschiedlicher Größe nutzbar sein soll. In abtrennbaren Bereichen des Vereinsheimes könnte aber auch Kinderturnen o.ä. stattfinden.

Was geschieht mit dem bestehenden Gebäude? Das wird entkernt und als Lager genutzt. Die momentan darin untergebrachten Umleiden sollen in einem schlechten baulichen Zustand sein.

Ist gewährleistet, dass der Übergang reibungslos klappt? Die bisherige Anlage kann auf jeden Fall so lange weitergenutzt werden, bis der Umzug geschafft ist – dies soll bis Ende des Jahres vollzogen sein. „Insofern wird es wohl eher so sein, dass die Ortsmitte ein paar Monate verwaist da liegt“, sagte SCR-Vorsitzender Andrew Termöllen vergangene Woche bei einer Infoveranstaltung. Gegebenenfalls könne man die Sportanlagen eine Weile sogar parallel nutzen. „Es ist auf keinen Fall zu befürchten, dass wir in der Luft hängen und keine Anlagen haben.“

Was geschieht mit dem bisherigen Sportgelände in der Ortsmitte? Es wird künftig als Wohnfläche genutzt. Aktuell läuft ein städtebaulicher Wettbewerb, mit dem die Frage der Gestaltung geklärt werden soll. Ziel ist es, 150 bis 180 Wohneinheiten zu schaffen.

Ansicht von oben. Foto: SCR Wo können die SCR-Mitglieder mitanpacken? Vor allem bei den Arbeiten im Außenbereich, beim Entkernen des Altgebäudes sowie beim Umzug. Zäune und Werbebanden müssen abgebaut und am Wittlerdamm wieder installiert werden – ob dies ein Unternehmen übernimmt, ist noch offen. Denkbar ist, diese Arbeiten in Eigenleistung zu erledigen – genau wie den Transport von Möbel, Einrichtung, Büroausstattung etc.

Werden die Mitgliedsbeiträge erhöht, um das Projekt zu finanzieren? Nein, zumindest aktuell nicht. „Vielleicht wird es irgendwann ein Thema werden bei der Jahreshauptversammlung“, blieb Andrew Termöllen bei der Infoveranstaltung unverbindlich. Das Thema Beiträge werde im Vorstand diskutiert. „Wir wissen selbst, wir sind beitragsmäßig der günstigste Verein in Greven.“ Aber aktuell werde eine Erhöhung nicht angestrebt. Ziel sei, mit dem vorhandenen Bau-Budget auszukommen. Sponsoren können (und sollen) dabei helfen.

Welche Bedeutung hat das Projekt für die Stadt? Dass der SCR sehr am Gelingen interessiert ist – klar. Aber auch für die Stadt hat das Projekt eine hohe Bedeutung. Es ist das erste Mal, dass die Stadt bei einer Maßnahme dieser Größe ein solches Vorgehen wählt. Nämlich dies: Die Stadt gibt dem Verein Geld (und zwar deutlich weniger, als ein Bau aus öffentlicher Hand kosten würde) und sehr viel Gestaltungsspielraum, der Verein baut, die entstehenden Anlagen gehen anschließend in den Besitz der Stadt über. Klappt das gut, könnte das Projekt Wittlerdamm Vorbild für weitere ähnliche gelagerte Bauvorhaben werden.

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