Training für starke Kita-Kinder
Achtsamkeit, Respekt und Disziplin

Reckenfeld -

Immer wenn es hieß „Mattes kommt“, dann strahlten die angehenden Schulkinder der Tageseinrichtung Villa Kunterbunt. Jetzt jedoch waren die Kinder etwas traurig, denn das Projekt „Wi-Ka-Mo“ (Ich will, ich kann, ich möchte) ist beendet.

Dienstag, 02.04.2019, 06:07 Uhr aktualisiert: 02.04.2019, 06:30 Uhr
Kinder, Erzieherinnen, Trainer Mattes Koormann und Sponsoren bilanzierten zufrieden: Das Projekt hat die Vorschulkinder gestärkt gegen Übergriffe jeder Art.
Kinder, Erzieherinnen, Trainer Mattes Koormann und Sponsoren bilanzierten zufrieden: Das Projekt hat die Vorschulkinder gestärkt gegen Übergriffe jeder Art. Foto: ros

Zehn Wochen lang war Mattes Koormann (Evangelische Jugendhilfe) einmal wöchentlich in der Einrichtung, um die Kinder stark zu machen. Er weiß: Prävention ist das beste Mittel gegen Übergriffe jeder Art. Kinder, die Selbstbewusstsein aus-strahlen („Ihr wisst ja, immer in die Augen schauen“), werden nicht so leicht zu Opfern, sagte der Pädagoge bei der Überreichung der Urkunden an die Teilnehmer.

Das wissen auch die Sponsoren: die Sparkasse, die durch Christiane Dolscheid vertreten war, und Heinz-Jürgen Schölzke von den Rotariern. Achtsamkeit, eines der Dinge, die die Kinder ge-lernt haben, ist aktuell das Thema dieses Jahres bei den Rotariern. Dass auch Respekt und Disziplin wichtig sind, haben die Kleinen in dem Gewaltpräventionskurs ebenfalls gelernt.

„Das Training ist so konzipiert, dass es auf hohem Niveau weitergehen kann“, erklärte Mattes Koorman. „Wir geben Impulse in die Einrichtung und ich spüre und erlebe, dass es ansteckend wirkt und im Alltag hier weitergetragen und gelebt wird“, so sein Lob an die Einrichtung. Leiterin Katja Quaas wünscht sich, dass das Projekt auch im kommenden Jahr mit den nächsten angehenden Schulkindern weiterläuft. „Wir haben gemerkt, dass die Kinder das Erlernte hier direkt umsetzen. Die anderen Kinder sind neugierig und möchten da auch gerne mitmachen“, hofft sie auf weiteres Sponsoring, um das Projekt fortsetzen zu können.

„Die Arbeit hier in der Kita hat mir Spaß gemacht. Die Mitarbeiterinnen geben den Transfer in den Alltag weiter. Die Kinder sind an dieser Aufgabe gewachsen es war eine intensive und schöne Zeit“, resümierte Mattes Koormann. Als Dankeschön bekam er ein von den Kindern gebasteltes Rad mit den Worten Respekt, Achtsamkeit und Disziplin.

Bei der Überreichung der Urkunden an die Kinder ging der Trainer mit ihnen auf Augenhöhe, fand für jeden ein persönliches Wort. Das Armband, das die Teilnehmer jetzt stolz tragen, zeigt symbolisch an: Ich bin stark.

Und ganz am Schluss wurde es richtig laut, als alle schrien: „Nein ist Nein“. Diese Kinder sind gut gewappnet und haben etwas Wichtiges für ihr Leben gelernt.

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