Kommentar
Planen, und nicht hinterherhecheln

Greven wächst seit Jahren, die Stadtverwaltung ist damit beschäftigt, die so genannte Infrastruktur entsprechend zu erweitern. Aber: Das findet nicht geplant statt, das sieht mehr nach Hinterherhecheln aus. Da wurde es leider versäumt, weitsichtig zu denken.

Montag, 01.04.2019, 16:10 Uhr

Das scheint sich jetzt mit Hilfe des Hildesheimer Bevölkerungsmodells zu ändern. Klar ist aber, dass auch solche Prognosen, die auf eine immer wieder aktualisierte Datenbasis angewiesen sind, nicht der Weisheit letzter Schluss sind. Da muss man nur an die Allemeier-Prognose zur Entwicklung des FMO denken. Da sorgten unter anderem unerwartete Entwicklungen dafür, dass diese Prognose völlig in die Hose ging.

Trotz allem: Diese Zahlen sind wichtig, um halbwegs voraus planen zu können. Aber Grundvoraussetzung ist, dass sich Politik und Verwaltung möglichst schnell darüber klar werden, wie sie sich die weitere Entwicklung der Stadt vorstellen.

Mehr Baugebiete für noch mehr Einwohner? Das wäre vermutlich kein Problem. 300 Euro für den Quadratmeter zahlen Münsteraner mit Kusshand. Aber: Da kämen erhebliche Kosten für die Schaffung der Infrastruktur – Schulen, Kindergärten, etc. – auf die Stadt zu.

Oder wollen sie alles beim Status Quo lassen? Bauen nur noch durch Verdichtung ermöglichen? Das hätte natürlich stark steigende Grundstückspreise zur Folge. Und besonders die Menschen, die bezahlbaren Wohnraum suchen, hätten noch weniger Chancen. All dieses Für und Wider muss genau bedacht werden. Nur: Das sollte ganz schnell passieren. Denn diese Entscheidung ist grundlegend für das weitere Vorgehen. Ohne könnte man sich das neue Daten-Tool auch gleich schenken.

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