Löschzug Schmedehausen sucht dringend Nachwuchs
Frauen für die Feuerwehr gesucht

Greven -

Der Nachwuchs ist knapp: Das wurde im Feuerwehrgerätehaus Schmedehausen bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr deutlich. Der Löschzug will und muss wachsen.

Dienstag, 16.04.2019, 08:41 Uhr aktualisiert: 16.04.2019, 08:50 Uhr
Kleiner Löschzug – aber immer wieder aktiv im Einsatz: Die Schmedehausener Wehr sucht Nachwuchskräfte.
Kleiner Löschzug – aber immer wieder aktiv im Einsatz: Die Schmedehausener Wehr sucht Nachwuchskräfte. Foto: Jens Keblat

Auch sei es nicht einfach, die Feuerwehr als Ehrenamt und Hobby schmackhaft zu machen – trotz Action und Blaulicht. Wie auch Wehrführer Reinhard Holt anmerkte, fehlt es dem Löschzug vor allem an weiblicher Unterstützung, denn bislang sind in Schmedehausen ausschließlich Männer engagiert.

Auch den CDU-Fraktionsvorsitzende Jürgen Diesfeld , der mit einem Grußwort des Rates einsprang, weil von der Bürgermeisterriege niemand erschienen war, stimmte die Personalsituation nachdenklich: Es müsse schon ein bisschen darüber nachgedacht werden, wie man das Problem langfristig lösen könne, so Diesfeld, der das Engagement des Löschzuges hoch lobte: „Für uns als Gemeinweisen sind sie ganz wichtig. Sie schaffen Sicherheit für die Nachbarn, aber auch für alle Bürger Grevens.“

Wie Reinhard Holt berichtete, soll im September ein neuer Grundlehrgang in Greven starten. „Jetzt wird’s Zeit“, sagte Holt mit Blick auf potenziell interessierte Bürger. Um die personelle Situation langfristig im Griff zu behalten, arbeite die Wehr gerade mit Hochdruck an der Gründung einer Kinderfeuerwehr, auch weil bei Antragstellung bis Monatsende noch eine Landesförderung winke, so Holt. Während es die Jugendfeuerwehr bereits seit vielen Jahren in der Emsstadt gibt, könnten dann bereits Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren spielerisch an die Feuerwehr herangeführt werden.

Nah an der Autobahn, nah am Flughafen, nah am Ortskern und an der Landwirtschaft: Für den Löschzug Schmedehausen gab es im vergangenen Jahr immer wieder ausreichend Arbeit. Bei der Jahreshauptversammlung konnte Einheitsführer Frank Reinker am Sonntagvormittag von zahlreichen Einsätzen berichten. So seien die beiden Einsatzfahrzeuge, auch wenn das Mannschaftstransportfahrzeug zeitweise nicht das eigene war, alleine zu zahlreichen Vegetationsbränden in der Sommerhitze ausgerückt und das ganze Jahr über zu insgesamt 21 Einsätzen „Baum auf Straße“ infolge von Unwettern.

Neben zahlreichen zumeist kleineren Bränden rückte der Löschzug nur zu einem schweren Verkehrsunfall aus, dafür aber zu vielen Einsätzen, bei denen keine Menschenleben in Gefahr waren: „Ölspuren sind natürlich sehr häufig geworden – leider“, so Reinker.

Neben den zahlreichen Einsätzen absolvierte der Löschzug auch wieder zahlreiche kleinere und größere Übungen, darunter auch Alarmübungen sowie die FMO-Übung, bei der der Löschzug wie auch in der Einsatzpraxis eine zentrale Rolle übernahm, denn die Schmedehausener Wehrleute gehören in der Regel zu den ersten externen Feuerwehrkräften, die den Flughafen erreichen. Mehrere Beförderungen, Ehrungen, Ernennungen und Verabschiedungen, die bereits auf der Generalversammlung vorgenommen worden waren, bedachten Einheitsführung und Förderverein noch einmal entsprechend. Reinker wurde bei der Versammlung befördert und zum Einheitsführer ernannt.

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