Kölker – Energie aus Greven
Hier heißen alle Chefs Josef

Greven -

Die Kölkers sind ein echtes Grevener Familienunternehmer. Bereits in dritter Generation beliefert das Unternehmen private Haushalte und auch gewerbliche Kunden mit Heizöl und mehr.

Mittwoch, 17.04.2019, 06:26 Uhr aktualisiert: 17.04.2019, 06:30 Uhr
Josef Kölker vor einem seiner Tankwagen.
Josef Kölker vor einem seiner Tankwagen. Foto: Pia Weinekötter

Die Kölkers sind ein echtes Grevener Familienunternehmer. „Mein Opa Josef Kölker, der erste Josef in der Unternehmensgeschichte, gründete in den 30er Jahren den Betrieb an der Bernhardstraße als Kohlenhandlung und Fuhrunternehmen“, erklärt sein Enkel Josef Kölker, der dritte Träger dieses Vornamens in der Familie. Denn auch sein Vater, der das um die Bestattungssparte erweiterte Unternehmen in den 50er Jahren übernahm, hört auf dem Namen Josef. „Das Bestattungsunternehmen ist immer noch am Standort Bernhardstraße, aber nur dem Namen nach eigenständig. Es wird in Kooperation mit Meibeck Bestattungen geführt“, erläutert der Unternehmer.

Apropos Standort – der wurde irgendwann zu klein. Denn als mit dem aktuellen Inhaber auch das Geschäft expandierte, stand 2005 der Umzug an den Hansaring an.

Als der dritte Josef 1993 ins Familienunternehmen eintrat, bestand der Betrieb aus zwei Lkw und zwei Mitarbeitern. „Heute sind es acht moderne und gut ausgestattete Fahrzeuge und zehn kompetente und motivierte Mitarbeiter“, erklärt der Unternehmer stolz.

Seit 2001 ist der 48-Jährige Geschäftsführer des Unternehmens, in das er nach höherer Handelsschule und Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann im Baustoffhandel „reingewachsen“ ist. Sein Sohn – nein, nicht Josef der vierte, sondern Jan mit Zweitnamen Josef – absolviert eine kaufmännische Ausbildung in einem anderen Unternehmen. „Ob er auch mal ins Unternehmen einsteigt, ist ihm – wie auch mir damals – natürlich freigestellt“, betont der zweifache Familienvater, der gerne mit Sohn Jan zu dessen Motocross-Rennen geht oder gemeinsam mit seiner Frau seine Tochter Ina zu ihren Fußballspielen in der Regionalliga begleitet.

Vom Hansaring aus, wo Josef Kölker Arbeiten und Wohnen verbindet wie schon sein Vater und sein Großvater an der Bernhardstraße, beliefert er seine Kunden. Dazu gehören nicht nur private Haushalte, sondern auch gewerbliche Kunden, wie Industriebetriebe, die Heizöl für Heizzwecke oder für Prozesswärme benötigen, Landwirte, Speditionen, freie Tankstellen und die Schifffahrt. „Wir bebunkern kleine Tankschiffe, die dann wiederum im Hafen die Binnenschiffe betanken“, erklärt der Kölker. Außerdem gehören Schmierstoffe für Pkw, Lkw, Land- und Industriemaschinen zum Sortiment. Da Heizöl ein stark saisonales Produkt ist, hat sich als ein weiteres Standbein der Josef Kölker GmbH das Transportgeschäft entwickelt: „Wir liefern mit unseren Spezial-Fahrzeugen Bio-Diesel in die Schweiz“, erklärt Kölker, „das ist organisatorisch anspruchsvoll, da es zur Schweiz eine echte Grenzabfertigung gibt.“

Der Einkauf der Waren bei den großen Markengesellschaften erfolgt per Telefon. Der Computer liefert vorab die aktuellen Preise. „Ein gewisser Punkt an Spekulation ist ebenso dabei wie auch der Einfluss der Weltpolitik: Säbelrasseln im Nahen Osten oder Trumps Tweets haben oft direkt Auswirkungen auf den Preis.“ Abgeholt wird das Öl meist im Ruhrgebiet – selten muss Kölker wie im vergangenen heißen Sommer, der für niedrige Rhein-Pegel und damit für geringere Ladekapazitäten der Tankschiffe an Rhein und Ruhr sorgte, bis nach Bremerhaven fahren. Gelagert wird es in den 280 000 Liter fassenden oberirdischen Tanks am Hansaring.

Die Freude am Beruf merkt man dem sympathischen Zwei-Meter-und-vier-Mann an: „Der Kontakt mit den Kunden macht Spaß, ebenso wie der Umgang mit den Fahrzeugen, die ich gerne fahre und auch schon mal repariere!“

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