Markus Schwarz führt Gartenraum Schwarz in der zweiten Generation
Trend zum smarten Garten

Greven-Reckenfeld -

Nicht nur für sein Unternehmen GartenRAUM engagiert sich Manfred Schwarz, auch auf Landesebene ist er aktiv. Unter anderem bei einer Aktion gegen die Flut lebloser Steingärten

Dienstag, 23.04.2019, 20:09 Uhr aktualisiert: 24.04.2019, 16:24 Uhr
Seinen hochwertigen Maschinenpark hält Markus Schwarz immer auf einem modernen Stand und hat für die Zukunft die E-Mobilität nicht nur für seine Fahrzeuge sondern auch für die Maschinen fest im Blick.
Seinen hochwertigen Maschinenpark hält Markus Schwarz immer auf einem modernen Stand und hat für die Zukunft die E-Mobilität nicht nur für seine Fahrzeuge sondern auch für die Maschinen fest im Blick. Foto: Pia Weinekötter

Gegründet wurde das Unternehmen 1988 von Manfred Schwarz : erst parallel zum familieneigenen Garten-Center, später als reiner Garten- und Landschaftsbau-Betrieb. „Angefangen hat mein Vater ganz klassisch als Garagenbetrieb von unserem Wohnhaus in der Herman-Löns-Straße aus“, erinnert sich Markus Schwarz zurück, der damals eine Ausbildung zum Gärtner absolvierte.

Gesellenjahre und die Meisterprüfung in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau sowie diverse Zusatzqualifikationen folgten. Beispielsweise hat Markus Schwarz auch die Zulassung für den Straßenbau bei der Handwerkskammer erworben. „Arbeiten, bei denen der Pflasteranteil sehr hoch ist, zählen zum Straßenbau“, klärt der Gartenbau-Experte auf, „so galten die Arbeiten an der Außen-Anlage beim neuen Naturwissenschaftlichen Trakt am Gymnasium streng genommen als Straßenbau, da der Anteil der gepflasterten Flächen für Parkplatz und Schulhof so hoch waren.“

Zeit zur Explansion

2005 übernahm der heute 51-Jährige die Geschäftsführung von GartenRAUM Schwarz. Zu diesem Zeitpunkt agierte das Unternehmen längst nicht mehr vom heimischen Wohnhaus aus. Dieser Standort war nämlich längst zu klein für das expandierende Unternehmen geworden.

1998 folgte der Neubau im Grünen an der Reckenfelder Straße, der architektonisch mit seiner markanten Dachgestaltung an eine Remise erinnert. „Ich wollte keine Blechkiste in irgendeinem Gewerbegebiet“, erläutert der Unternehmer die Entscheidung.

Drei Kolonnen unterwegs

Von hier aus sind seine 20 Mitarbeiter in sechs Kolonnen unterwegs: „Drei Kolonnen kümmern sich ausschließlich um Großbaustellen, Gewerbeanlagen, große Wohneinheiten und Aufträge der öffentlichen Hand.“

Die drei anderen Kolonnen sind für die Privatgärten zuständig: eine davon sogar ausschließlich zur Garten-Pflege wie Baum- oder Heckenschnitt, Pflanzenschutz bis hin zum Rasenmähen.

„Die Tendenz mehr und mehr Gartenpflege uns Experten zu überlassen, wächst nicht nur im Bereich der Senioren-Gärten“, beobachtet Schwarz die Marktentwicklung. Einen weiteren Trend sieht der Mann mit dem grünen Daumen ganz klar im Smart Garden: „Rasenmäh-Roboter, automatische Bewässerung und per App steuerbare Gartenbeleuchtung – das sind ganz klar die Herausforderungen für die Zukunft!“

Logistik ist ein Thema

Logistik ist auch im Gartenbau ein großes Thema: „Pflanzen werden als lebende Ware in bester Qualität genauso wie beispielsweise Pflastersteine just-in-time direkt zur jeweiligen Baustelle angeliefert.“

Diese Möglichkeit der punktgenauen Pflanzenlieferung machte die betriebseigene Baumschule überflüssig und schuf Platz für neue Ressourcen. Digitalisierung ob bei Aufmaß, Zeiterfassung oder Archivierung wird großgeschrieben.

Technisch anspruchsvoll und modern soll der Maschinenpark sein, der spätestens alle fünf Jahre erneuert wird und den Markus Schwarz gerne auf E-Mobilität umrüsten würde: „Gut für die Umwelt und auch weniger Emissionen, denen meine Mitarbeiter ausgesetzt sind.“

Mitarbeiter sind wichtig

Mitarbeiter sind für ihn einer der wichtigsten Bausteine seines Unternehmens. Der Unternehmer hat sich bereits intensiv mit der Analyse der Altersstruktur im eigenen Betrieb auseinandergesetzt: „Wir sind als Team zwischen 17 und 58 Jahren ideal aufgestellt“, freut sich Markus Schwarz, der auch viel in die Aus- und Weiterbildung sowie Schaffung von beruflichen Perspektiven investiert.

Auch sein Sohn Maximilian beginnt im Herbst eine Ausbildung zum Garten- und Landschaftsbauer in einem Lengericher Betrieb. Unternehmensnachfolge also gesichert? „Das ist sicherlich eine Option, aber mein Sohn kann sich frei entscheiden. Zudem bedeutet selbstständig sein natürlich auch viel Arbeit…“

Angeln an der Ostsee

Entspannen von der Arbeit kann der agile Unternehmer beim Angeln, am liebsten angelt er Lachse in der Ostsee.

Gerne fährt er dazu von Rügen aus mit dem eigenen Boot raus. Hier hat er auch einen Zweitbetrieb zur Wartung von Kleinkläranlagen. „Ich war im Urlaub auf Rügen, und wenn Sie Unternehmer sind, dann unternehmen Sie was“, umreißt er augenzwinkernd die Entstehungsgeschichte dieses Betriebes.

Drei Fragen an Manfred Schwarz

Neben Ihrem unternehmerischen Engagement sind Sie auch noch ehrenamtlich sehr aktiv?

Markus Schwarz: Ja, das stimmt. Ich bin seit über 20 Jahren im Präsidium des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen e.V. tätig.

In welchem Bereich des Verbandes engagieren Sie sich dabei besonders?

Schwarz: Die Bildung und besonders die Ausbildung sind meine Schwerpunkte. Lange Jahre war ich Vorsitzender im Bildungsausschuss NRW und bin Arbeitgebervertreter im Verwaltungsrat Ausbildungsförderwerk des Garten- und Landschaftsbaus, habe mich auch um den Nachwuchswettbewerb „Landschaftsgärtner-Cup“ gekümmert. Mehr als zehn Jahre habe ich bei diesem alljährlich für NRW in Dortmund stattfindenden Wettbewerb den Vorsitz geführt und war auch als Juror bei den Bundeswettkämpfen dabei.

Mit welcher Aktion macht der Verband momentan von sich reden?

Schwarz: Sehr erfolgreich ist die Kampagne „Rettet den Vorgarten“, mit der wir Alternativen zur Bekiesung und Beschotterung der Vorgärten aufzeigen, die nicht nur gut aussehen, komfortabel in der Pflege und zudem auch noch insektenfreundlich ausgerichtet sind. pia

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