Heimatverein will alten Dialekt wiederbeleben
Gemütlich in der Alten Post küren

Greven -

Herbert Runde hat Plattdeutsch von seinen Großeltern gelernt: „Meine Eltern sprachen Hochdeutsch mit mir. Aber früher passten die Großeltern ja auf uns auf.“

Mittwoch, 08.05.2019, 20:06 Uhr aktualisiert: 08.05.2019, 20:30 Uhr
Herbert Runde will den Plattdütsken Krink im Heimatverein in lockerer Form wiederbeleben.
Herbert Runde will den Plattdütsken Krink im Heimatverein in lockerer Form wiederbeleben. Foto: Günter Benning

Jetzt will Grevens Heimatverein die Pflege des plattdeutschen Dialekts wieder fördern. Vorsitzender Runde : „Wir wollen unseren alten Plattdütsken Krink wiederbeleben.“

Den gab es früher mal, er ist allerdings mangels Interesse eingeschlafen. Schade, findet der Heimatverein. „Wir haben sehr viele Dokumente und Bücher auf Platt“, so Runde, „die verwaisen, wenn keiner sie lesen kann.“

Geplant ist, an jedem dritten Mittwoch im Monat um 18 Uhr zu einer lockeren Quasselrunde in die Alte Post einzuladen. Da kann man dann Geschichten aus seinem Leben erzählen, Plattdeutsches vorlesen oder sich über die verschiedenen ortstypischen Worte austauschen.

Das Plattdeutsche sei auf dem Rückzug, sagt Runde. Früher habe man es auf dem Markt in Greven noch gehört, aber selbst in der Westfalenmetropole Münster vernehme man es nur selten.

Im Internet findet man übrigens zahlreiche Nachschlagmöglichkeiten für die plattdeutsche Sprache. Unter www.deutsch-plattdeutsch.de findet man die vielen Worte für sprechen: „snacken, spreken, praten, küren“. Jede Region hat da ihre Vorlieben.

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Das erst Treffen ist am kommenden Mittwoch, 15. Mai, um 18 Uhr in der Alten Post, Alte Münsterstraße

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