KI-Konzert: Technisch-musikalische Extraklasse
Tango-Transit rockt die Kulturschmiede

Greven -

„Tango-Transit“ sorgte am Freitagabend in der restlos ausverkauften Kulturschmiede für wahre Begeisterungsstürme. Das vielseitige Trio mit Martin Wagner (Akkordeon), Hanns Höhn (Kontrabass) und Andreas Neubauer (Schlagzeug) gastierte bereits zum dritten Mal in Greven – zuletzt mit einem weihnachtlichen Programm.

Sonntag, 12.05.2019, 20:12 Uhr aktualisiert: 12.05.2019, 20:20 Uhr
Die Musiker der Formation „Tango Transit“ erwiesen sich als absolute Crossover-Ausnahmeprofis.
Die Musiker der Formation „Tango Transit“ erwiesen sich als absolute Crossover-Ausnahmeprofis. Foto: Coppel

Ja, Tango im stilistischen Sinn, gab es natürlich zu hören. Astor Piazzollas berühmten „Libertango“, zum Beispiel. „Nicht schooooon wieder“, dachte sich ein Rezensent bei der Anmoderation, denn in gefühlten mindestens drei Konzerten pro Woche ist „Libertango“ zu hören. Mal als stilistischer Kontrast in einem klassischen Kammerkonzert. Mal in einem Latin-Programm, oder mal als „Gute Nacht Stück“ als Zugabe. In allen erdenklichen Arrangements für alle erdenklichen Besetzungen. Sogar für Blockflötenquartett oder Marimbafon und Saxofon.

Ungefähr 87 Prozent aller bisher gehörten „Libertango“-Darbietungen evozierten Deja vu artige Erinnerungen an eingeschlafene Füße.

Doch am Freitagabend war das nicht so. Zunächst einmal befeuerte Thomas Wagner sein Publikum minutenlang mit eigenen Introduktions-Motiven, Skalen und Improvisationen. Sodann durchmaß er das berühmte Thema, und machte damit sofort erst einmal klar: „Wow – der hat es einfach nur drauf.“

Es folgten – wie in eigentlich in jedem der dargebotenen Stücke – wahre Stürme aus technisch-musikalischer Extraklasse, aus Leidenschaft, grandiosem Stolz, tiefster Verzweiflung, und dann wieder neu erweckter Lebensfreude.

Tango eben. Tango mit „Money“ von Pink Floyd. Tango mit Jimi Hendrix „Hey Joe“, oder „Jumpin` Jack Flash“ von den Rolling Stones. Zahlreiche eigene Kompositionen, wie Wagners „The Curtain“, „The T“ von Bassist Hennes Höhn, oder auch dessen „Akrobat“ – zugleich auch Titel des Programms, wurden ebenfalls dargeboten. Das bestand mal aus Rock, mal aus Jazz, und mal aus Blues.

Nicht minder fulminant überragten übrigens auch Schlagzeuger Andreas Neubauer und Bassist Hanns Höhn – als Solisten, genau wie als kongeniale Begleiter. „Tango-Transit“ rockte die Kulturschmiede bis unters Dach. Absolute Crossover-Ausnahmeprofis. Ovationen.

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