Ein toller Zusammenhalt
Warum sich Steve Müller in der Feuerwehr engagiert

Reckenfeld -

Er ist – man mag es kaum sagen – inzwischen nach Emsdetten gezogen. Und doch ist Steve Müller überzeugter Reckenfelder, weil der Ort viel zu bieten hat.

Mittwoch, 15.05.2019, 06:41 Uhr aktualisiert: 15.05.2019, 06:50 Uhr
Steve Müller hoch über dem Kirchplatz: das Foto entstand beim Maibaumfest. Einsätze und Veranstaltungen wie diese machen für ihn die Besonderheit Reckenfelds aus.
Steve Müller hoch über dem Kirchplatz: das Foto entstand beim Maibaumfest. Einsätze und Veranstaltungen wie diese machen für ihn die Besonderheit Reckenfelds aus. Foto: ros

Während manche junge Menschen noch im Alter von 30 Jahren im „ Hotel Mama “ leben, steht Steve Müller schon längst auf eigenen Beinen. Er lebt seit seinem 18. Lebensjahr nicht nur in einer eigenen Wohnung, sondern ist auch bereits seit 2016 als selbstständiger Softwareentwickler tätig.

Kein Wunder, dass er diesen Berufsweg eingeschlagen hat: Schon im zwölften Lebensjahr begann er zu programmieren. „Ich wurde von den Eltern in die Richtung getrimmt. Wenn sich andere virtuell trafen, konnte ich nicht dabei sein, weil ich die technischen Möglichkeiten nicht hatte“.

Mit 15 das erste Computerspiel verkauft

Geschadet hat ihm das nicht, im Gegenteil: So vertiefte er seine Kenntnisse und verkaufte im Alter von 15 Jahren sein erstes Online-Computerspiel. Dafür gab es 1500 Euro, die in neues Equipment gesteckt wurden.

Mit 16 absolvierte er ein Praktikum bei einem Hamburger Spieleentwickler und arbeitete später von Reckenfeld aus eine Zeit weiter für diese Firma. „So startete ich mit diesem ersten Projekt nach und nach in die Selbstständigkeit.“ Heute gestaltet er Internetseiten sowie Shops und macht Spieleentwicklung.

Nach der ersten Ausbildung zum Informatiker bei den Technischen Schulen Steinfurt folgte die zweite Ausbildung zum Fachinformatiker in der Anwendungsentwicklung. Während dieser Zeit übernahm er 2016 seine jetzige Firma.

Sein Herz schlägt für die Feuerwehr

Der gebürtige Reckenfelder lebt aber nicht nur für seinen Beruf, sondern hat auch Hobbys, die ihm Spaß machen. Als Jugendlicher war er für drei Jahre an der Freilichtbühne aktiv. Doch dann packte ihn gemeinsam mit ein paar Freunden das Filmfieber. Seit 2011 gehört er zur WMP-Crew. Hier werden eigene kleine Filme produziert, die vor allem auch in und um Reckenfeld spielen. Der bislang letzte gedrehte Film wurde im September 2018 veröffentlicht und trägt den Titel „Block B“. Steve ist mal Schauspieler, mal Kameramann und hat an beiden Aufgaben Spaß.

Besonders am Herzen liegt ihm die Reckenfelder Feuerwehr. „Die Feuerwehr fand ich schon immer spannend. Und so fing ich 2011 beim Löschzug Reckenfeld an. Das lustige war, dass ich da gerade 18 Jahre wurde und dort gleich diesen Geburtstag gefeiert habe. Von Anfang an war und ist das hier ein toller Zusammenhalt“, schwärmt er.

Da er von dem, was dort geleistet wird, überzeugt ist, und er sich darüber hinaus noch weiter sozial engagieren möchte, übernahm er im April 2019 das Amt des Vorsitzenden für den Förderverein der freiwilligen Feuerwehr Löschzug Reckenfeld. „Ich wünsche mir, dass weitere junge Menschen den Weg hierher zur Feuerwehr finden und sich engagieren.“ Ja, Nachwuchs ist wichtig und die Tätigkeit bei der Feuerwehr sei durchaus interessant.

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