Viele Routen fahren an Greven vorbei
Radler haben die Qual der Wahl

Greven -

Viele Wege führen nach Greven. Oder zumindest knapp dran vorbei. So wie der neue Radweg am Max-Clemens-Kanal, der am Wochenende bei Wettringen feierlich eröffnet wurde.

Dienstag, 21.05.2019, 14:34 Uhr aktualisiert: 21.05.2019, 15:00 Uhr
Fahrradhinweise an der Nordwalder Straße: Hier wird auf die Emsroute, die Friedensroute, die Deutsche Fußballroute NRW und die NaTourismus-Routen im Steinfurter Land (Schlehenroute) hingewiesen.
Fahrradhinweise an der Nordwalder Straße: Hier wird auf die Emsroute, die Friedensroute, die Deutsche Fußballroute NRW und die NaTourismus-Routen im Steinfurter Land (Schlehenroute) hingewiesen. Foto: Günter Benning

Ein Leader-Projekt, 39 Kilometer lang, das die Bauerschaft Maxhafen mit Münsters City verbindet. Der Radweg verläuft von Reckenfeld bis Sprakel auf Grevener Gebiet. Aber er ist längst nicht der einzige Themenweg der Stadt.

Peter Hamelmann , Chef von Greven Marketing, kann sie alle aufzählen.

► Nummer 1: Der Emsradweg. Er ist der Top-Radweg für Greven, weil er in Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs auch bundesweit unter den ersten zehn landet. Wermutstropfen: Eigentlich führt er auf dem Emsdeich an der City vorbei, Radler werden daher am Hallenbad in die Stadt umgelenkt. Wie man ins Zentrum und wieder rauskommt, ist dabei manchem nicht ganz klar.

► Die Friedensroute mit ihrem Reiter als Symbol läuft in einigen Teilen parallel mit dem Emsradweg. Sie verbindet Münster mit Osnabrück, erinnert an den Westfälischen Frieden von 1648 und kommt hinter den Rieselfeldern auf Grevener Gebiet an. Am Sachsenhof schwenkt sie Richtung Hembergen und Ladbergen ab. „Hier wird gerade an einem Relaunch gearbeitet“, sagt Hamelmann.

► Die Dortmund-Ems-Kanal-Route verläuft seit 1999 zum größten Teil am Kanal entlang, und zwar auf den alten Treidelpfaden. Nachteil: Weitgehend geradeaus und bisweilen langweilig. Vorteil: Garantiert autofreie Zone. „Für uns ist das ein guter Zubringer zu den anderen Routen“, sagt der Chef des Touristenbüros.

►►Die Route historischer Stadtkerne ist zwar am Emsdeich ausgewiesen. „Die führt hier ein Mauerblümchendasein“, sagt Hamelmann. Denn Grevens Ortskern wird nicht angepeilt, die Strecke führt von Münster nach Steinfurt. Das gleiche Los ereilte Greven schon bei der 100-Schlösser-Route, denn außer der symbolisch dargestellten Fläche der ehemaligen Burg Schöneflieth hat die Stadt nichts Adliges zu bieten.

► Gefragter sei da schon die Schlehenroute. Sie entstand in Zusammenarbeit mit der Biologischen Station des Kreises und führt an den Naturschätzen der Region vorbei – von Gimbte, an Greven vorüber, nach Altenberge und Nordwalde.

Eher ein Orchideen-Dasein führt die Fußballroute NRW, deren Pictogramm – ein Fahrrad mit zwei Bällen – ebenfalls am Emsdeich zu bewundern ist. Sie startet in Aachen, führt an den Großstadien der Fußball-Größen vorbei, macht in Münster Station und führt dann über Greven nach Bad Iburg, Versmold und Bielefeld. Anders als manche meinen, gibt es Bielefeld fußballtechnisch also doch. Die Arminen gelten als Rekord-Aufsteiger der Bundesliga (sieben mal): Nie lange da, aber auch nie lange weg.

Was Peter Hamelmann bei Radtouristen auffällt: Die Tagestouren werden immer länger. „Da sind jetzt auch Distanzen von 100 Kilometern möglich“, sagt er. Grund dafür sind die Elektrobikes. In der Fahrradstation von Greven Marketing stehen mittlerweile 28 Räder zum Verleihen bereit. Sechs davon laufen mit Strom.

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