Vorschlag der Stadt gegen das Falschparker-Problem
Max-Clemens-Kanal zumachen

Greven -

Die Straße Max-Clemens-Kanal baulich sperren – dieser Vorschlag der Stadtverwaltung wurde nun im Ausschuss intensiv diskutiert.

Mittwoch, 22.05.2019, 07:21 Uhr aktualisiert: 22.05.2019, 07:30 Uhr
Die Straße am Max-Clemens-Kanal ist eng. Vor geraumer Zeit rutschte dieser Tiertransporter in den Graben.
Die Straße am Max-Clemens-Kanal ist eng. Vor geraumer Zeit rutschte dieser Tiertransporter in den Graben. Foto: keb

Die Lage ist unerfreulich. Auch nachdem sich im Sommer eine Wildparkerin am Max-Clemens-Kanal in Höhe des Westeroder Sees über ein Strafmandat der Stadt öffentlich mokierte. Aber die Lösungen, die André Kintrup dem Ausschuss für Bauerschaften am Dienstag vorstellte, fördern auch Diskussionsbedarf. Der Verkehrsplaner der Stadt schlug vor, die Straße irgendwo an geeigneter Stelle zu sperren.

Konkret geht es da um das 2,2 Kilometer lange Teilstück zwischen Vosskotten und Nordwalder Straße. Hier liegt der Westeroder See, weshalb in jedem Sommer Probleme mit dem Parkverkehr anstehen. Die Straße Am Max-Clemens-Kanal hat hier so einen schmalen Zuschnitt, dass Begegnungsverkehr kompliziert ist, das Miteinander von Radfahrern und motorisiertem Verkehr erst recht. Dabei gehört das Teilstück zum gerade frisch eröffneten Leader-Radweg zwischen Maxhafen und Münster-City.

Vier Varianten stellte Kintrup dem Ausschuss vor, wobei sowohl die Beibehaltung des gegenwärtigen Zustandes wie auch der komplette Neubau mit Radweg eher nicht in Frage kommen. Das erste, weil die Probleme nur zunehmen und die Qualität der Straße sich verschlechtern würde, Das zweite, weil es teuer würde. Abgesehen von ungeklärten Eigentumsverhältnissen.

Kintrup brachte dann noch zwei Sperrungsvarianten ins Spiel. Die erste zielt auf Verbotsschilder und die Einsicht der Verkehrsteilnehmer. Sie verspricht aus Sicht des Verkehrsskeptiker Kintrup keine Besserung. Die zweite Lösung bestünde in einer baulichen Sperrung der Straße für den Durchgangsverkehr.

Für Radfahrer würde diese Sperrung nicht gelten. An der Strecke gibt es nur drei Anlieger, deren bevorzugte Abbiegerichtung man erfragen müsste, um festzustellen, wo die Sperre eingebaut werden sollte. Und der Bus müsste die Möglichkeit erhalten, sie aufzuheben.

Ausschussvorsitzender Johannes Hennigfeld (CDU) erbat sich da doch etwas Bedenkzeit. Seine Fraktion habe da noch „Beratungsbedarf“.

Das Teilstück entlang des Max-Klemens-Kanals wird gerne als Abkürzung in Richtung Münster benutzt. Wer von der Nordwalder Straße Richtung Vosskotten fährt, müsste in Zukunft zwei Kreisverkehre weiter fahren und den Umweg über die Hanseller Straße nehmen. „Rund zwei Kilometer mehr“, sagt Kintrup.

Für den Rathausmitarbeiter böte die Sperrung auch den Vorteil, dass man im Bereich des Westeroder Sees möglicherweise einige legale Parkplätze für die Badegäste einrichten könnte. Zwar sei, wie an allen Baggerseen der Region, hier Baden verboten: „Aber die Leute kommen trotzdem, das wird man nicht verhindern können.“

Johannes Hennigfeld wies darauf hin, dass am Franz-Felix-See eine ähnliches Situation entspannt wurde, als der Besitzer direkt am Wasser Parkplätze anbot. Dort gibt es aber auch eine Gastronomie. Die Anlieger des Westeroder Sees, so André Kintrup, fühlten sich eher gestört von den Badegästen: „Die stehen schon mal an der Tür und klingeln.“

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