Berufsorientierung am Augustinianum
Die Unternehmen stehen Schlange

Greven -

Der Studien- und Berufswahltag am Grevener Gymnasium ist über die Grenzen Grevens hinaus bekannt. Unis und Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet wollen an dem Studien- und Berufswahltag teilnehmen

Mittwoch, 22.05.2019, 21:20 Uhr aktualisiert: 23.05.2019, 15:38 Uhr
Hier geht es um das Lehramt. Viele Schüler im Augustinianum interessierten sich für universitäre Ausbildungen.
Hier geht es um das Lehramt. Viele Schüler im Augustinianum interessierten sich für universitäre Ausbildungen. Foto: Günter Benning

„Die Anfragen kommen sogar aus Bayern und den neuen Bundesländern.“ Karina Hansen gehört zu den Lehrern des Augus­tinianums, die sich um die Berufsorientierung kümmern. Und sie hat in jüngster Zeit alle Hände voll zu tun: „Wir werden zunehmend von Unis und Unternehmen angefragt, die an unserem Studien- und Berufswahltag teilnehmen wollen.“

27 Workshops in drei Zeitschienen – die rund 150 Schüler des elften Jahrgangs am Gymnasium hatten gestern die Qual der Wahl. Je drei Angebote konnte jeder Schüler besuchen. Die Spannbreite reichte vom Dualen Studium im Bankwesen, über MaschinenbauBerufe bei Windmöller und Hölscher in Lengerich bis zu Studiengängen an FH und Uni in Münster oder Twente.

In einem Workshop über den Beruf des Lokaljournalisten präsentierte der Lokalredaktionsleiter dieser Zeitung, Günter Benning, die Chancen bei den Medien: „Ein Bereich, der sich mit dem Internet völlig gewandelt hat.“

Bei den jungen Zuhörern ein normales Bild: Einige interessierten sich fürs Schreiben, andere waren offen und ohne Festlegung in die Information gegangen. Kein Wunder: Die Elftklässler sind gewöhnlich erst zwischen 16 und 17 Jahre alt.

Tobias Pörsel aus Greven ist Motivationsberater. An seinem Beispiel machte er den Schülern deutlich, dass eine frühe Festlegung auf einen Beruf vielleicht nicht immer gut ist: „Ich hatte keine Beratung wie diese und habe Jura studiert.“ Kurz vor Ende seines Referendariats sei ihm klar geworden, dass Rechtsanwalt kein Job für ihn wäre.

Er schulte um zum Trainer für gewaltfreie Kommunikation, baute mit Weiterbildungen auf, war lange im Personalbereich tätig und berät heute Menschen in schwierigen Umbrüchen. „Man sagt heute“, erklärt er, „dass Menschen bis zu sechs verschiedene Berufe in ihrem Leben erleben.“

Was natürlich auch heiße, dass sich ein Beruf radikal ändert – Internet und künstliche Intelligenz sorgen schon dafür.

Für das Gymnasium ist die Berufsinformation wichtig. Insgesamt gibt es für die Schüler vier Module und ein Praktikum, das sie an die Berufswelt heranführt. Karina Hansen: „Das Land fördert es mit dem Programm: KAOA – kein Abschluss ohne Anschluss.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6631966?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F
Amtliche Unwetterwarnung für Teile des Münsterlands
Schweres Gewitter: Amtliche Unwetterwarnung für Teile des Münsterlands
Nachrichten-Ticker