Warum die Freilichtbühne in Sozialen Netzwerken aktiv ist
„Die Bindung zur Bühne erhöhen“

Reckenfeld -

Hier ein kurzer Videoclip, dort Fotos von den laufenden Proben – wer der Reckenfelder Freilichtbühne in den sozialen Netzwerken folgt, dem gewähren die Aktiven manchen Blick hinter die Kulissen. Redakteur Oliver Hengst sprach mit Dominik Elsner, der den Bereich Social Media an der Bühne verantwortet, über Zielgruppen, Zukunftspläne und Ehrenamt.

Donnerstag, 23.05.2019, 06:20 Uhr
Dominik Elsner moderierte kürzlich nicht nur den Tag der offenen Bühne, sondern verantwortet auch den Bereich Social Media innerhalb des Ressorts „Werbung und Öffentlichkeitsarbeit“ an der Bühne.
Dominik Elsner moderierte kürzlich nicht nur den Tag der offenen Bühne, sondern verantwortet auch den Bereich Social Media innerhalb des Ressorts „Werbung und Öffentlichkeitsarbeit“ an der Bühne. Foto: Privat

Welche Bedeutung haben die Sozialen Medien für eine Einrichtung wie die Freilichtbühne heutzutage?

Dominik Elsner : Die Sozialen Medien haben in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung für unsere Freilichtbühne gewonnen, denn durch sie können wir Zuschauer und Interessenten umfassender und zielgenauer informieren.

Aktuell werden vor allem Facebook und Instagram bedient. Ist weiteres in Planung?

Elsner: Facebook nutzen wir schon lange und bei Instagram haben wir seit Anfang des Jahres ebenfalls eine Seite. Aktuell sind keine weiteren Medien konkret geplant. Allerdings gibt es natürlich immer Überlegungen, noch weitere oder neu auftretende Medien zu bedienen. Ganz konkret haben wir schon über Snapchat und Pinterest gesprochen.

Sind Sie Einzelkämpfer oder gibt es ein Team?

Elsner: Solch umfangreiche Arbeiten können natürlich nicht von einer Person alleine ausgeführt werden. Alle Social-Media-Aktivitäten sind dem Ressort „Werbung und Öffentlichkeitsarbeit“ zugeordnet. Das gesamte Team besteht aus circa acht Mitgliedern. Vier Personen kümmern sich um Facebook und Instagram.

Muss jedes Posting abgestimmt werden, oder haben Sie freie Hand?

Elsner: Mittlerweile mache ich das selber seit über drei Jahren und durch meine 17 Jahre an der Freilichtbühne habe ich auch entsprechende Erfahrungen und entscheide auch vieles eigenständig. Bei Instagram sieht das anders aus. Dort betreuen vorrangig zwei junge Damen unsere Seite, die vorher nichts mit der Öffentlichkeitsarbeit der Freilichtbühne zu tun hatten. Deshalb sprechen wir uns dort natürlich ausführlicher ab. Wenn es nötig ist, halte ich natürlich auch Rücksprache mit dem Vorstand oder Regisseuren.

Wie viele Stunden pro Woche investieren Sie?

Elsner: Das kann man so pauschal nicht sagen, denn nach Saisonende ist es natürlich ruhiger und jetzt kurz vor Saisonbeginn gibt es sehr viel zu tun. Alles in allem beschäftige ich mich bestimmt fünf Stunden mit Social Media und insgesamt zehn Stunden mit der Freilichtbühne pro Woche.

Kann man über Social Media Zielgruppen ansprechen, die man sonst nicht erreichen würde?

Elsner: Genau aus diesem Grunde haben wir uns in diesem Jahr für Instagram geöffnet, denn die Nutzer dieser App sind erheblich jünger als unser Durchschnittspublikum. Wir erhoffen uns dadurch natürlich neue Besuchergruppen zu erschließen und junge Menschen für das wunderbare Hobby Freilichtbühne zu begeistern. Wir freuen uns nämlich über jeden, der Lust hat sich bei uns zu engagieren.

Die Bühne bewirbt nicht nur Veranstaltungen, sondern informiert auch über Proben, Bauarbeiten etc. Was ist der Grund dafür?

Elsner: Wir möchten, dass unsere Zuschauer einen tieferen Einblick in unsere Arbeit erhalten und erfahren, was alles mit dem Betrieb der Freilichtbühne zusammenhängt. Dadurch möchten wir die Bindung zur Freilichtbühne erhöhen.

Muss man sich auch manchmal mit Internetnutzern, die blöde Kommentare hinterlassen, herumärgern?

Elsner: Das kommt glücklicherweise sehr selten vor, aber natürlich gab es auch da schon unschöne Situationen. Ein Vorfall ist mir besonders im Gedächtnis geblieben. Im Jahr 2015 haben wir die in Greven untergebrachten Flüchtlinge eingeladen, unser Familienstück Peter Pan zu besuchen und dafür erhielten wir von einigen Leuten Beschimpfungen. Da waren wir im ersten Moment selber sehr überrascht, aber haben dann von anderer Seite auch viel Zuspruch für die Aktion bekommen.

Die Aufgabe ist vermutlich – wie eigentlich alles an der Bühne – ein Ehrenamt. Was macht den Reiz dieser Aufgabe aus?

Elsner: Genau, auch unsere Aufgabe ist natürlich ehrenamtlich. Der besondere Reiz ist, dass man weitestgehend orts- und zeitunabhängig arbeiten kann. Denn während meines Studiums konnte ich nicht so häufig vor Ort sein und trotzdem mich an der Freilichtbühne engagieren. Auch macht der gesamte Kreativprozess – von der Ideenentwicklung über das Fotografieren bis hin zum fertigen Posting – sehr viel Spaß.

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