Auf der SCR-Baustelle Wittlerdamm geht es rasant voran
Das Puzzle nimmt Formen an

Reckenfeld -

Am Donnerstag wurde an der Baustelle zum neuen SCR-Sportgelände eine mit Baudokumenten und einer Tageszeitung gefüllte verzinkte Hülse eingemauert. In drei Wochen könnte schon Richtfest gefeiert werden.

Samstag, 25.05.2019, 22:00 Uhr
Andrew Termöllen, Rainer Feldmann und Jutta Jerzinowski (von links) mauerten am Donnerstag eine Zeitkapsel mit Baudokumenten und einer Tageszeitung ein. Die Bauarbeiten gehen in rasantem Tempo voran.
Andrew Termöllen, Rainer Feldmann und Jutta Jerzinowski (von links) mauerten am Donnerstag eine Zeitkapsel mit Baudokumenten und einer Tageszeitung ein. Die Bauarbeiten gehen in rasantem Tempo voran. Foto: Oliver Hengst

Am Rande des Termins wurde schon der nächste festgezurrt. Richtfest Mitte Juni. „Das ist in drei Wochen“, sagte Jutta Jerzinowski , selbst fast ein bisschen erstaunt. „Drei Wochen – schaffen wir“, schallte es ihr entgegen. Auf der Baustelle am Wittlerdamm scheint nichts unmöglich. Bauarbeiter, die wie Obelix in den Zaubertrank gefallen zu sein scheinen, und SCR-Aktive, die an ihre Belastungsgrenzen gehen, eint das Ziel: Einzug im Herbst.

„Im Moment bin ich zuversichtlich, dass wir Ende Oktober einziehen können“, sagt Jutta Jerzinowski, die die Pläne für das Multifunktionsgebäude gezeichnet hat und die als eine Art Bauleiterin (ehrenamtlich) viel Koordinationsarbeit leistet.

Am Donnerstag durfte sie kurzzeitig etwas durchschnaufen, bei Schnittchen und Kaltgetränken. Die beteiligten Baufirmen waren zu einem internen Event eingeladen. Eine mit Baudokumenten und einer Tageszeitung gefüllte verzinkte Hülse wurde eingemauert.

SCR-Vorsitzender Andrew Termöllen nutzte die Gelegenheit, allen Beteiligten zu danken. Und zwar auch jenen, die erst noch kommen, den vielen SCR-Mitgliedern, die bei Arbeiten wie Umzug und Zaunbau mitanpacken. Für die nimmermüde Architektin Jerzinowski („Das ist schon ein Wahnsinn, was Du hier leistest“) forderte er einen Sonderapplaus ein – und bekam ihn natürlich.

Beim Einmauern der Zeitkapsel packte auch Rainer Feldmann mit an. Der Generalunternehmer hat eine Schlüsselrolle inne – und ist sich dieser sehr bewusst. „Wir haben den Einzugstermin stets im Auge“, sagt er. Er habe seine Mannschaften verstärkt und Abläufe so ausgerichtet, dass ein Rädchen optimal ins andere greife. „Er bekommt jeden tag Zuckerbrot und Peitsche von mir“, sagte die Architektin schmunzelnd. Um nachzuschieben, dass das Zusammenspiel aller Beteiligten und aller Gewerke wunderbar funktioniere.

Das komplexe Puzzle nimmt Formen an. Nicht nur, dass schon viele Wände stehen und einige Deckenelemente platziert sind, stellenweise wird sogar schon der Klinker angebracht. Bald geht es dann an den Innenausbau, für den lokale Firmen bereit stehen: Holle (Trockenbau, Malerarbeiten), Schweifel (Elektro), Heitkötter (Sanitär und Heizung). Bednarowicz (Statik), Stückenschneider (Erdarbeiten) und Gartenbau Schwarz (Außenanalgen) komplettieren das Team.

Jutta Jerzinowski ist trotz des enormen Tempos wichtig, dass die Firmen Qualität abliefern. „Das geht gar nicht anders“, sagt sie. Denn schließlich will der SCR eine Top-Anlage in Betrieb nehmen, zum anderen gehen Sportplätze und Gebäude in den Besitz der Stadt über, die schon aus Haftungsgründen auf Qualität bestehen muss.

Also ist Jutta Jerzinowski nahezu Tag und Nacht auf der Baustelle, um eben diese Qualität zu garantieren. Warum sie das alles auf sich nimmt? „Ich bin alte Reckenfelderin. Da kann man einfach nicht aus seiner Haut. Will ich auch gar nicht“, sagt sie.

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