Neugestaltung der Rathausstraße gestoppt
Planungen für den Papierkorb

Greven -

er Umbau der Rathausstraße ist erst einmal vom Tisch. Fast einstimmig lehnte der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt die vorgelegen Pläne ab. Bemängelt wurde der zu geringe Platz für Radfahrer und Fußgänger. Viele störte auch der Breite, mit Bäumen bepflanzte Mittelstreifen.

Sonntag, 26.05.2019, 13:00 Uhr
So sollte die Rathausstraße im Übergang von Marktstraße zur Alten Münsterstraße aussehen. Die Planungen wurden jetzt allerdings gestoppt. Die Politik bemängelte vor allem die zu geringe Breite der Rad- und Fußwege und in diesem Zusammenhang den Mittelstreifen.
So sollte die Rathausstraße im Übergang von Marktstraße zur Alten Münsterstraße aussehen. Die Planungen wurden jetzt allerdings gestoppt. Die Politik bemängelte vor allem die zu geringe Breite der Rad- und Fußwege und in diesem Zusammenhang den Mittelstreifen. Foto: Stadt Greven

Die beiden Männer gaben alles. Sie priesen das, woran sie lange, lange gearbeitet hatten, wie sauer Bier an. Sie fassten zusammen, erklärten, schilderten die vielen Vorteile – umsonst. Die Pläne für die Neugestaltung der Rathausstraße wurden im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt mit nur einer Enthaltung mehrheitlich abgeschmettert. Und das sorgte bei Stadtplaner Matthias Herding und André Kintrup , Geschäftsbereichsleiter Verkehr und Grün, naturgemäß für lange Gesichter.

Es ging um einen Bereich von 485 Metern, vom Kreisel Hallenbad bis zum Völkerballkreisel. Der gesamte Bereich sollte so gestaltet werden, dass Fußgänger und Radfahrer gefahrlos die Straße nutzen und Autos wenn möglich aus dem Bereich verdrängt werden. Städtebauliche Aufwertung und Aufhebung der Trennwirkung der Rathausstraße zwischen den beiden Fußgängerzonen Marktstraße und Alte Münsterstraße waren weitere Ziele.

Der von der Verwaltung ausgearbeitet Plan sah unter anderem einen breiten, mit Bäumen bepflanzen Mittelstreifen vor. Die Bürgersteige sollten verbreitert werden. Ein 1,50 breiter Streifen für den Fahrradverkehr war angedacht. Eine Bürgerbeteiligung hatte bereits stattgefunden. Und in einer Woche sollte der Antrag auf Fördermittel gestellt werden.

„Wir müssen Radfahrern und Fußgängern wesentlich mehr Raum geben“, forderte Peter Borggreve (Grüne). Der Durchgangsverkehr müsse raus aus der Straße. Die Schaffung von zusätzlichen Parkplätzen sei in diesem Zusammenhang absurd. „Der Mittelstreifen muss weg, auch wenn dann 30 Bäume weniger gepflanzt werden“, sagte Christian Kriegeskotte (SPD) und bekam Unterstützung von der FDP. „Die Planungen erfüllen nicht die Aufgabe der gestalterischen Aufwertung der Straße“, kritisierte Christa Waschkowitz-Biggeleben (CDU).

„Wir sind weiterhin der Auffassung, dass das eine gute Lösung ist“, sagte Herding. „Den Bürgern hat es gefallen.“ Und auch Kintrup verteidigte den Entwurf, vor allem den von der Politik kritisierten Mittelstreifen. „Der sorgt für mehr Sicherheit bei der Überquerung der Straße. Ohne Mittelstreifen wäre das ein ganz anderer Entwurf.“

Herding stellte klar: „So kurzfristig können wir die Planungen nicht mehr ändern, die Fördermittel werden dann entfallen.“ Und die Kanalarbeiten auf der Rathausstraße müssten so oder so durchgeführt werden.

Jürgen Diesfeld (CDU) zeigte sich aber optimistisch. „Hier wird nicht das Ende aller Tage eingeläutet, da gibt es sicher auch zukünftig andere Fördertöpfe.“

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