„Ein Käfig voller Narren“ feiert Premiere
Mit viel Witz und Augenzwinkern

Reckenfeld -

Drei völlig unterschiedliche Inszenierungen präsentiert die Reckenfelder Freilichtbühne in diesem Jahr. Neben Kinderstück und klassischer Komödie darf man sich auf das Musical „Ein Käfig voller Narren“ – auch bekannt als „La Cage aux Folles“ – freuen. Am Samstag feiert das Stück Premiere.

Freitag, 07.06.2019, 06:36 Uhr aktualisiert: 10.06.2019, 16:42 Uhr
„Für die männlichen Darsteller bedarf es eines gewissen Mutes, sich vollkommen entfernt von der eigenen Person zu präsentieren. Maskuline Verhaltensweisen sollen abgelegt und weibliche Attitüden angeeignet werden“, erzählt das Regieteam.
„Für die männlichen Darsteller bedarf es eines gewissen Mutes, sich vollkommen entfernt von der eigenen Person zu präsentieren. Maskuline Verhaltensweisen sollen abgelegt und weibliche Attitüden angeeignet werden“, erzählt das Regieteam. Foto: Freilichtbühne

Das Buch stammt von Harey Fierstein, die Musik und Gesangstexte von Jerry Hermann . Die Inszenierung der Geschichte eines homosexuellen Paares, das den schillernden Nachtclub „La Cage aux Folles“ führt, fordert den Regisseuren und den Schauspielern viel ab. Geprobt wurde vorzugsweise am Wochenende, Tanz- und Gesangsproben fanden auch unter der Woche statt. Vor der Premiere gab es Zusatzproben für den letzten Schliff.

Die Regisseure Yvonne Grüner, Patric Sohrt und Fiet Krause haben sich entschieden, die Regie zu übernehmen, weil das Stück in seiner Vielfältigkeit sehr reizvoll ist. „Es spiegelt (leider) ein aktuelles Thema wider, da es auch um Ausgrenzung, Anfeindungen und Intoleranz in Bezug auf gleichgeschlechtliche Liebe geht. Es ist für uns als Regie natürlich attraktiv, den Spagat zwischen Unterhaltung und Gesellschaftskritik darzustellen.“ Die drei sind seit vielen Jahren miteinander befreundet. Sie kennen die Stärken und Schwächen des jeweils anderen und können so die unterschiedlichen Kompetenzen variabel einsetzen. Als eingespieltes Team, das harmonisch funktioniert, macht ihnen die gemeinsame gestalterische Arbeit viel Freude.

Das Besondere für das Team ist, dass das hervorragend geschriebene Musical es schafft, eine anrührende Geschichte, wunderbare Musik und eben gesellschaftlichen kritischen Anteil in einer Leichtigkeit miteinander zu verbinden. Der Zuschauer bekommt hier die Chance, in die Glitzerwelt der Travestie einzutauchen, und gleichzeitig verschiedenen Liebesgeschichten zu folgen – mit viel Witz, Augenzwinkern und Spannung.

Die größte Herausforderung liegt sicherlich darin, Schauspiel, Kostüme, Maske und Choreografie miteinander zu vereinen. Alles muss wie ein Zahnrad ineinandergreifen und Leichtigkeit vermitteln. Um diese herzustellen, braucht es viele Wiederholungen und Routine. „Für die männlichen Darsteller bedarf es eines gewissen Mutes, sich vollkommen entfernt von der eigenen Person zu präsentieren. Maskuline Verhaltensweisen sollen abgelegt und weibliche Attitüden angeeignet werden“, erzählt das Regieteam.

Für dieses mussten die Hauptrollen, in denen Manfred Hagemann (Georges), Thomas Wieschebrock (Albin), Niklas Bieling (Jean- Michelle) und Kevin Cichy (Jakob) natürlich gewisse Fähigkeiten mitbringen. „Wir haben überregional gesucht und viele Darsteller dazu gewinnen können. Es ist eine Freude zu sehen, wie die Gruppe zusammenwuchs und sich gegenseitig bereichert“, zeigt sich das Regieteam begeistert.

Man darf also sehr ge-spannt sein auf eine schillernde Truppe, auf eine berührende Geschichte, auf tolle Gesangsstimmen und tänzerische Einlagen.

Weitere Termine und die Möglichkeit zur Karten-Reservierungen findet man auf www.reckenfeld-freilichtbuehne.de, die Geschäftsstelle erreicht man unter ✆ 02575/15 66.

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