Greven beteiligt sich an Bundesprogramm
Kindertagespflege will Profil schärfen

Greven -

Die Stadt Greven beteiligt sich zusammen mit dem Kreisjugendamt sowie den Gemeinden Emsdetten, Ibbenbüren und Rheine am Bundesprogramm „Pro Kindertagespflege“.

Samstag, 08.06.2019, 11:07 Uhr aktualisiert: 08.06.2019, 11:10 Uhr
in Greven betreuen rund 45 Tagespflegepersonen 150 Kinder.
in Greven betreuen rund 45 Tagespflegepersonen 150 Kinder. Foto: jans

Gemeinsam haben die Partner eine „Koordinierungsstelle zur Profilierung der Kindertagespflege“ eingerichtet. Zudem sind Qualifikationen für Tagespflegepersonen vorgesehen.

Die Steinfurter Kommunen erhalten dafür 450 000 Euro (80 Prozent-Anteil) und schießen selbst 20 Prozent der Kosten zu. Für Greven bedeutet dies 3150 Euro pro Jahr.

Vorgesehen ist unter anderem eine Imagekampagne zur Gewinnung neuer Tagespflegemütter und -väter. In Greven gibt es derzeit rund 45, sie betreuen zusammen etwa 150 Kinder. Für viele an diesem Betreuungsmodell interessierte Eltern ein Hindernis: Sorgen um die Vertretung im Krankheitsfall. „Das ist einer der Hauptgründe, warum sich Eltern eher für die Kita und nicht für die Tagespflege entscheiden: die Vertretungsregelung. Oft ist das die erste Frage von Eltern: Was, wenn die Tagesmutter krank ist?“, erläuterte Cordula Beinker vom städtischen Jugendamt im Jugendhilfeausschuss. Hier soll die Teilnahme am Programm „Pro Kindertagespflege“ mehr Sicherheit bringen. Ein Arbeitskreis erarbeitet modellhafte Lösungen für Vertretungsregelungen.

In der Sitzung berichtete Bettina Rosenthal vom Tageselternverein „Greta“ von einer Aktionswoche rund um die Kindertagespflege Anfang Mai. Das Programm – unter anderem Kinderfest im Niederort und Sternmarsch – habe eine große Resonanz gefunden und stadtweit Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

„Ziel der Aktionswoche ist es, die Kindertagespflege als Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebot in die Öffentlichkeit zu tragen und Einblicke in die Arbeit zu geben“, erläuterte Rosenthal. Die Woche sei eine runde Sache gewesen. Viele Tagespflegepersonen hätten sich sehr engagiert beteiligt, man habe so viele interessierte Eltern erreicht.

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