Good Night Folks am Beach: Live-Premiere des neuen Albums
Schunkeln, lachen – träumen

Greven -

Das Wetter war irisch. Immer ordentlich bewölkt, windig, aber dann doch trocken. Die Good Night Folks präsentierten am Beach ihre neue CD – sehr stimmungsvoll.

Dienstag, 11.06.2019, 06:40 Uhr
Get on the road! Die allerbesten Good Night Folks präsentierten ihr neues Album am Beach.
Get on the road! Die allerbesten Good Night Folks präsentierten ihr neues Album am Beach. Foto: Stefan Bamberg

Puh, Schwein gehabt. Dunkle Regenwolken am Horizont – doch da sind die Good Night Folks versierte Wetterfrösche: „Keine Panik, Leute – das geht über Reckenfeld nieder!“

Aber weil auch die Reckenfelder am Freitag lieber nicht nass werden wollen, sind auch sie lieber gleich zahlreich zum Emsstrand gekommen. Ebenso wie die ersten Bluegrass-Camper. Die Folk-Fans aus Greven und Gimbte sowieso. Ja, und wenn dann sogar noch ein Typ mit Bayer-Leverkusen-Jacke aufkreuzt, hat man als Band wirklich alles erreicht. „Get on the road“ heißt das neue Album der vier lokalen Hobby-Iren. Und dessen Live-Premiere am Beach ist, um mal im Bilde zu bleiben: ein echter Straßenfeger!

Anfangs freilich einer im ungewohnten Outfit: Hinnerk Willenbrink , Piwi Pieper, Dirk van Aaken und Martin Burgholz tragen Sonnenbrillen. Das hat allerdings weder mit plötzlichen Rockstar-Allüren noch mit einem Einstieg in die Spielerfrauen-Branche zu tun – sondern einzig mit dem Blick in die langsam versinkende Sonne.

Wobei gerade die für ein fabelhaftes Ambiente sorgt: Die frischen Tracks eignen sich blendend für so ein lauschiges Open-Air-Event – der nostalgische Album-Opener „My heart’s tonight in Ireland“ zum Beispiel. Oder „Summer in Dublin“: Aber hallo, der Sommer in Dublin, der ist wirklich super – und meistens ein Dienstag. Die GNF-Fangemeinde jedenfalls schunkelt bereits, lacht, träumt sich auf die grüne Insel.

Und ergattert fleißig die aktuelle Scheibe – Widmung und Autogramm inklusive: Support your local Band. Womit? Mit Recht: Denn diese Platte, sie gehört einfach gehört! Mit ihren vielen sanften Irland-Fernweh-Momenten, ihren eher wenigen zünftigen Pub-Krachern, den beiden Mark-Knopfler-Interpretationen – und fröhlichen Liebeserklärungen: „I’ve been walking, walking these shores all my days. But with you by my side, I am walking on the waves“ – schon jetzt Glückwunsch, wer solche Zeilen einmal gewidmet bekommt!

Obschon man natürlich nicht immer amourös-beschwingt übers Wasser gehen muss – sondern sich auch einfach mal mit drölfzig Guinness gehen lassen kann. Dafür gibt‘s das finale Rambazamba-Set: „Dirty old town“, der bewegungstherapeutische Klassiker von den „Fields of Athenry“ und der „Wild Rover“ (genau: „An der Nordseeküste“, aber ohne Klaus und Klaus) direkt hintereinander weg – da rückt das Publikum ganz dicht an die Bühne ran: „Wer jetzt nicht mitsingt“, warnt Willenbrink eindringlich, „der kriegt keine Karten fürs Weihnachtskonzert.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6679671?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F
Mordkommission ermittelt nach Leichenfund in Brunnenschacht
Sohn unter Verdacht: Mordkommission ermittelt nach Leichenfund in Brunnenschacht
Nachrichten-Ticker